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Leipziger Icefighters zum Auslands-Gastspiel in Tilburg

Auswärts bei den großen Unbekannten Leipziger Icefighters zum Auslands-Gastspiel in Tilburg

Die Icefighters sind am Sonntag zu Gast in Holland. Dort wartet der direkte Tabellenkonkurrent Tilburg, der trotz seiner Nähe in der Liga der große Unbekannte für die Leipziger ist.

Immer konzentriert: Keeper Sebastian Staudt.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Ein entspannter Sonntag sieht anders aus: Um 5 Uhr startet der Bus der Icefighters, bis zum Ziel im niederländischen Tilburg sind es 600 Kilometer. 15 Uhr steigt das Spiel bei den Trappers. Nach dem Match geht es sofort zurück, vor 2, 3 Uhr am Montagmorgen ist niemand daheim. Das ist gehöriger Stress. Sebastian Staudt freut sich trotzdem: „Das ist mal was Neues für uns. Die Halle soll ausverkauft sein, das Team ist stark. Ich freue mich drauf, ist doch besser, als nach Niesky fahren“, sagt der Goalie der Icefighters.

Staudt hat einen kleinen Vorteil gegenüber seinen Teamkollegen. Er stammt aus Krefeld, war bei Testspielen in der Jugend ab und an im nahen Tilburg zu Gast. Mit dem aktuellen Team, das sich in der Oberliga sehr gut verkauft, ist er freilich nicht vertraut. „Tilburg ist die große Unbekannte“, sagt Staudt. Der wortkarge Brad Snetsinger, letztes Jahr noch für Tilburg aktiv, dürfte auch keine große Hilfe sein. „Ein gutes Team“, meint der Kanadier.

Dass „die große Unbekannte“ ein starkes Team hat, sagt auch die Tabelle: Die Niederländer sind punktgleich mit dem Zweiten Leipzig Tabellendritter. Dass die Icefighters auf Rang zwei ins neue Jahr gehen, ist für Sebastian Staudt eine schöne Momentaufnahme, mehr nicht. „In der Kabine ist die Tabelle ein kleines Thema“, erzählt der 27-Jährige. „Als junger Kerl habe ich oft auf die Tabelle geschaut und gerechnet. Das habe ich mir abgewöhnt. Die Tabelle ist wegen der verschiedenen Anzahl an Spielen unehrlich. Und ich stand mal Weihnachten auf Platz eins und bin dann doch abgestiegen, in Bremerhaven war das.“

Dieses Schicksal dürfte den so passabel gestarteten Icefighters erspart bleiben, sie halten klar Playoff-Kurs. Doch für Keeper Staudt ist noch überhaupt nichts klar. „Jetzt kommen doch permanent gute Gegner, da wird sich zeigen, wie gut wir wirklich sind.“ Tilburg ist einer den guten Gegner. Ob Staudt gegen die Trappers wie am Mittwoch gegen Essen (6:3) im Kasten steht, weiß er noch nicht. Coach Sven Gerike setzt auf Torhüter-Rotation, verrät erst beim letzten Training, wen er im nächsten Spiel bringt. Sebastian Staudt sagt offen, dass er kein Freund dieser Rotation ist („Als Torwart spiele ich lieber viel“), räumt aber gleichzeitig ein: „Der Erik (Reukauf) braucht auch Spielpraxis.“

Natürlich hofft Sebastian Staudt, dass er im Ijssportcentrum Tilburg (2500 Plätze) auf dem Eis steht, dass sein Team sich so stark wie gegen Essen präsentiert und am Ende „im Optimalfall“ drei Punkte nach Leipzig mitnimmt. Er weiß auch, dass am morgigen Stresstag die geschätzten 16 Stunden Busfahrt das geringste Problem sein dürften.

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