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Leipziger Judo-Asse: Stolpersteine auf dem Weg nach Rio

Leipziger Judo-Asse: Stolpersteine auf dem Weg nach Rio

Es herrscht nur scheinbar Ruhe vor dem Sturm. Der Januar ist im Judo traditionell mit Training vollgepackt, ehe es ab Februar bei den Weltcups und Grand Prixs Schlag auf Schlag geht.

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Kerstin Thiele errang bei Olympia in London die Silbermedaille.

Quelle: dpa

Leipzig. Dazwischen liegen in knapp zwei Wochen die deutschen Meisterschaften, bei denen die beiden besten JCL-Kämpfer Kerstin Thiele und Hannes Conrad aber fehlen werden.

Die Leipziger Top-Judoka müssen derzeit Stolpersteine aus dem Weg räumen, ehe sie wieder Ranglistenpunkte auf dem langen Weg nach Rio sammeln können. Die Olympiazweite Kerstin Thiele kuriert noch eine vor fünf Wochen in Korea erlittene Ellbogenverletzung aus. "Ein Band und die Kapsel waren hinüber. Die Ruhe über Weihnachten tat mal ganz gut. Das Krafttraining läuft schon wieder gut. Ich hoffe, diese Woche wieder mit Judo anfangen zu können", meint die 28-Jährige. Noch mehr Geduld brauchte Hannes Conrad. Ein zunächst nicht diagnostizierter Muskelabriss im Oberschenkel warf den 23-Jährigen im Herbst weit zurück. Jetzt geht es endlich wieder aufwärts. Die deutschen Meisterschaften kommen zwar zu früh. Aber ab Februar will der 81-Kilo-Mann in dieser auch in Deutschland sehr stark besetzten Gewichtsklasse wieder angreifen. Auf internationale Einsätze hofft auch Marie Branser, die in der gleichen Gewichtsklasse wie Kerstin Thiele antritt. Die Teilnehmerin an der U23-EM startete aber auch mit Handicap ins Jahr - sie musste vergangene Woche im Trainingscamp in Österreich mit Grippe das Bett hüten.

Voll belastbar war in Mittersil dagegen Klubkollege Simon Yacoub, der im Vorjahr den palästinensischen Pass erhielt und für den Nahost-Staat bei der WM in Tscheljabinsk kämpfte. Problem Nummer eins des 25-Jährigen: Die Wettkampf-Tour in alle Welt samt Trainer muss er komplett selbst finanzieren, dafür läuft gerade ein Crowdfounding-Projekt, mit dem Spenden akquiriert werden (siehe Link). Problem Nummer zwei: Nach jahrelanger internationaler Abstinenz und gesundheitlichen Problemen im Vorjahr ist der Abstand zur Weltklasse noch recht groß. Nachdem der Extraleichtgewichtler im Dezember beim Kano-Cup in Japan auch das dritte internationale Duell nach seinem Comeback verloren hatte, war er am Boden zerstört. "Hinzu kam, dass ich in Tokio anfangs auch im Training auf die Mütze bekommen habe. Da habe ich schon überlegt, ob sich der zeitliche und finanzielle Aufwand lohnt."

Doch die Idee von Trainer Sebastian Hampel (Leipziger Sportlöwen) zündete: Nach intensiver Beobachtung der Konkurrenz änderte Simon Yacoub Kampfstrategie und Griff. Statt ans Revert des Gegners fasst er nun an den Nacken. Zudem legt noch mehr Wert auf Kräftigung von Hand und Unterarm. Und schon diktierte er mehrere Trainingskämpfe, ließ sich nicht mehr so oft die Taktik des Gegners aufdrängen. Die nächste Aufgabe lautet, die Fortschritte auch im Wettkampf umzusetzen.

www.fairplaid.org/simonyacoub/supports/

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2015
Frank Schober

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