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Leipziger Judo-Kämpferin Kerstin Thiele: "Ich fühle mich mental für die WM bereit"

Leipziger Judo-Kämpferin Kerstin Thiele: "Ich fühle mich mental für die WM bereit"

Am Montag, dem Auftakt-Tag der Judo-WM, feierte Kerstin Thiele in Rio de Janeiro ihren 27. Geburtstag. Am Freitag bestreitet das Aushängeschild des JC Leipzig ein Jahr nach der Olympia-Silbermedaille in London und dem Wechsel vom Mittel- ins Halbschwergewicht ihren ersten großen Wettkampf.

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Kerstin Thiele (rechts).

Quelle: Frank Schober

Frage: Gab es einen großen Kuchen zum Geburtstag?

Kerstin Thiele: Das nicht, aber die Mannschaft hat im Frühstücksraum ein Ständchen gesungen. Ein Kuchen wäre vielleicht nicht das richtige in der Wettkampfwoche. Aber an zwei Mahlzeiten am Tag kann ich durch meinen Gewichtsklassenwechsel teilnehmen. Darüber bin ich richtig froh. Wenn ich die anderen mit ihren Schwitzjacken sehe, freue ich mich sehr, dass ich nicht mehr ständig ans Gewichtmachen denken muss,

Wie ist die Stimmung?

Im Team sehr gut. In der Wettkampfhalle war es vormittags recht ruhig, was an Wochentagen sicher verständlich ist. Aber zu den Halbfinals und Finals sind ganz schöne Massen Richtung Halle gegangen. Ich bin immer nur bei den ersten Kämpfen dort, um unsere Leute anzufeuern. Denn ich versuche vor meinem Wettkampf, nicht die ganze Zeit in der Halle rumzuhängen. Ich muss mich auch noch etwas bewegen, deshalb will ich auch jetzt noch an der Copacabana joggen gehen. Unser Hotel ist gleich gegenüber vom Strand.

Ist das gefährlich, in Rio zu joggen?

Wir laufen ja nicht im Dunkeln, außerdem sind wir immer in der Gruppe unterwegs. Tagsüber sind viele Menschen am Strand, da ist es recht sicher.

Macht Rio bereits den Eindruck, dass dort in drei Jahren Olympische Spiele stattfinden?

Ehrlich gesagt, kann ich mir das noch nicht so richtig vorstellen. Am Strand ist es sehr schön, aber die Stadt ist eher schmuddelig. Es muss noch richtig viel gemacht werden. Organisatorisch lief es anfangs auch ziemlich chaotisch, weil die Shuttle-Busse nicht kamen, Deshalb konnten wir einmal nicht zum Training fahren und haben dann am Strand Judo gemacht. Das war witzig und auch nicht weiter schlimm. Die Vorbereitung ist eh beendet, jetzt passiert nicht mehr viel.

Passte alles in der Vorbereitung?

Nachdem ich meine langwierige Oberkörperprellung endlich überwunden hatte, lief es in den letzten acht Wochen eigentlich ganz gut. Im Trainingslager musste ich dann aber wegen Leistenproblemen noch einmal an drei, vier Hochbelastungstagen aussetzen. In erster Linie fehlen mir aber Turniere. Ich lass mich überraschen, fühle mich aber mental bereit, die WM zu kämpfen.

Es gibt also diesmal keinen Druck?

Nein, überhaupt nicht. Das ist fast ein etwas komisches Gefühl. Auch der Verband hält sich bedeckt, man setzt uns kaum unter Druck. Offiziell wird von einer Medaille als Ziel gesprochen. Seit der Auslosung merkt man aber, dass bei allen die Anspannung steigt.

Sind Sie mit Ihrem Los zufrieden?

Ich kämpfe in der ersten Runde gegen eine Nordkoreanerin und weiß absolut nicht, was mich erwartet. Keiner kennt meine Gegnerin. Durch ihre Ausreise-Beschränkungen nehmen die Nordkoreanerinnen auch nur selten an Weltcup-Turnieren teil. Ansonsten ist alles dabei, was Rang und Namen hat.

Welche Gewichtsklasse ist eigentlich stärker besetzt - ihre alte oder neue?

Ich dachte immer, dass die 70-Kilo-Klasse, also meine alte, stärker ist. Zahlenmäßig stimmt das sicher auch. Aber Top-Gegnerinnen gibt es aber überall. Und ich muss erst wieder Fuß fassen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.08.2013

Frank Schober

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