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Leipziger Kanu-Erfolge beim Weltcup in Duisburg

Leipziger Kanu-Erfolge beim Weltcup in Duisburg

Die sportliche Sonnenseite kannte er bestens. Canadierfahrer Peter Kretschmer (23), gebürtiger Schweriner, grüßte für Potsdam 2012 in London vom olympischen Thron im C2. Den Helden wurde eine feierliche Nachspielzeit gewährt, nicht allen bekam diese Phase ganz ohne Schinderei.

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Die Siegerfaust ist wieder da: Peter Kretschmer (vorn) und Michael Müller holen sich in Duisburg in beeindruckender Manier den Weltcup-Sieg.

Quelle: Ute Freise

Duisburg. Kretschmers Motivation war im Keller. Im Frühjahr 2014 folgte der Tapetenwechsel mit neuer Heimatadresse Leipzig und Startpass für Vereinskrösus SC DHfK. Gut ein Jahr später meldet sich "Kretsche" eindrucksvoll zurück. Am Sonnabend gewann er mit seinem neuen Partner Michael Müller (22/Magdeburg) den Heimweltcup über die olympischen 1000 Meter in Duisburg. Das Duo setzte sich im internen Teamausscheid gegen die WM-Dritten Yul Oeltze und Ronald Verch durch.

"Das ist natürlich klasse. Nachdem es die letzten beiden Jahre nicht so gut lief, habe ich im Winter wieder die Kurve gekriegt", sagte Peter Kretschmer und schaut optimistisch auf den nächsten Weltcup nächstes Wochenende in Kopenhagen, die Europaspiele in Baku und die Weltmeisterschaften Mitte August. Dort wird um die olympischen Quotenplätze für Rio gekämpft. "Wenn nichts passiert, gehen Kretschmer und Müller jetzt in Richtung WM", kommentierte Bundestrainer Reiner Kießler. In Mailand darf pro Disziplin nur ein deutsches Boot starten.

In Vorbereitung auf Duisburg probten die Jungs auf Leipziger Gewässern. "Man hat schon geahnt, dass das Boot viel Potenzial hat. Die beiden sind auch sehr clever gefahren", sagte Heimtrainer Kay Vesely und brachte es auf den Punkt: "Die zwei haben sich gesucht und gefunden." Dagegen befanden sich die Canadier-Sprinter Stefan Kiraj (Potsdam) und Stefan Holtz (DHfK) als 11. beziehungsweise 13. völlig neben der Spur.

Auch in der Kanu-Damenwelt war nicht alles eitel Sonnenschein. Nach nur einer Woche Vorbereitungszeit ging der K2 mit LVB-Aushängeschild Tina Dietze und Sabrina Hering (Karlsruhe) über 500 m ins Weltcup-Rennen. Platz drei hinter Weißrussland und Polen sprang heraus. "Das hat noch geholpert", befand Tina Dietze. Der Vierer mit DHfK-Hoffnung Melanie Gebhardt belegte ebenso den dritten Rang. "Da gibt es noch ein bisschen was zu tun", schätzte Bundestrainer Kay Vesely ein und handelte. In Kopenhagen wird der olympische Gold-K2 Dietze/Weber starten und der Vierer-Express mit Dietze/Weber/Volz/Waßmuth angreifen. Danach entscheidet sich zudem, ob Melanie Gebhardt das Baku-Ticket löst.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.05.2015
Kerstin Förster

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