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Leipziger Kanuten freuen sich auf Heimspiel in Duisburg

Leipziger Kanuten freuen sich auf Heimspiel in Duisburg

Das Ziel, ein fernes und zugleich reizvolles: Die gestern Abend feierlich eröffnete Kanu-WM sollte ursprünglich in Rio de Janeiro auf der Olympiastrecke 2016 für Ruderer und Kanuten zwischen den Stränden Ipanema und Copacabana ausgetragen werden.

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In bester WM-Stimmung: Stefan Holtz, Anne Knorr, Robert Nuck, Sebastian Hennig und Tina Dietze (v.l.) gehen ab morgen auf Medaillenjagd.

Quelle: Kay Vesely

Doch nach Engpässen beim rechtzeitigen Ausbau der Wettkampfstätte am Zuckerhut übernahm Duisburg im Ruhrpott die Austragung der Titelkämpfe.

Damit wird die Stadt bereits zum fünften Mal nach 1979, 1987, 1995 und 2007 zum Schauplatz von Weltmeisterschaften.

"Eine Heim-WM hat besonderes Flair und einen eigenen Charakter. Zuletzt 2007 haben wir erlebt, wie schön das war", gewinnt Canadier-Bundestrainer Kay Vesely (37) aus Leipzig dem bewährten Veranstaltungsort die sonnige Seite ab. Und: Spätestens 2016 wartet Rio als Olympiastadt. Dann will auch Paddel-Hoffnung Anne Knorr vom SC DHfK dabei sein. Die U23-Weltmeisterin im Kajak-Vierer hatte das letzte zu vergebene WM-Ticket im K1 über 200 m erkämpft. Gestern ergatterte sie zudem im internen Ausscheid den vakanten Staffelplatz. Die angehende Landespolizistin freut sich auf das Heimspiel. "Wenn Eltern und Freunde hautnah dabei sind, ist das doch toll."

Gern hätte auch der frisch gebackene Kugelstoß-Champion David Storl mal eben vorbeigeschaut, um seiner Freundin Carolin Leonhardt (Mannheim) die Daumen zu drücken. Doch der Chemnitzer hat keine Zeit: Er startet heute in Zürich, am Freitag in Thum und am Sonntag beim Istaf in Berlin. Aber auch ohne den prominenten Glücksbringer peilen die deutschen Paddel-Asse einen goldenen Spätsommer an und wollen an das Ergebnis der Olympischen Spiele in London anknüpfen (3/1/2).

"Die Stimmung im Team ist sehr unterschiedlich. Während die alten Hasen sich einfach nur auf die Wettkämpfe freuen, ist bei den Jüngeren schon ein wenig Nervosität zu spüren. Es ist ja klar, dass wir vor heimischem Publikum alles geben wollen", erklärte Olympiasieger Sebastian Brendel (25) - der Potsdamer ist das Gesicht der WM. Seit Wochen schon sind Litfaßsäulen, Straßenbahnhaltestellen und Hauseingänge voll mit Plakaten von ihm, Fahnen mit Brendel-Konterfei hängen an der Wettkampfstätte. Eine schöne Zugabe, denn der Vorjahres-Triumph brachte keine nennenswerten Zugaben, schon gar keine Reichtümer.

Der Duisburger Kanu-Regatta-Verein stellte die WM binnen zehn Monaten auf die Beine - mit einem Etat von 1,9 Millionen Euro. Allein 300 Freiwillige kümmern sich in dieser Woche um Gäste und Sportler. Das Sahnestückchen des Spektakels ist die Plaza (Motto: "Feiern wie die Weltmeister") - eine Kulturpromenade mit Konzertbühne, Zeltstadt und Gastro-Meile an der Bertaallee. 2007 war sie der Renner schlechthin. 1500 Sportler, Trainer, Betreuer, Funktionäre aus aller Welt kommen nach Duisburg, das als das "Wohnzimmer der Kanuten" gilt. 78 Nationen sind bei der einzigen WM einer olympischen Sportart in Deutschland in diesem Jahr vertreten.

Die Leipziger besitzen für den Medaillenspiegel glänzende Aussichten. Allen voran Olympiasiegerin Tina Dietze (LVB), die in vier Entscheidungen chancenreich ist. Aber auch Anne Knorr sowie die Teamkollegen Robert Nuck, Stefan Holtz und Sebastian Hennig in den Canadier-Konkurrenzen wollen aus dem Vollen schöpfen. Die ersten Vorläufe starten morgen. "Bei uns ist alles schick, alle sind gesund und wohlauf", lautete gestern Kay Veselys Botschaft. Gleiches vermeldete Trainerkollegin Sandra Müller, deren DHfK-Parakanuten Ingo Greiner und Robert Göthner heute ihre WM-Premiere feiern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.08.2013

Kerstin Förster

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