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Leipziger Kanuten kämpfen um EM-Medaillen

Leipziger Kanuten kämpfen um EM-Medaillen

Zum ersten Mal überhaupt trifft sich die europäische Kanuelite ab morgen im Centro de Alto Rendimento in der portugiesischen Stadt Montemor-o-Velho. Die Jungen Wilden der U23 allerdings waren schon da und haben 2012 aus deutscher Sicht für WM-Medaillen gesorgt.

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Stolz auf Weltcup-Silber: Sebastian Hennig (l.) und Ronald Verch.

Quelle: freise

Leipzig. Auch das Leipziger Canadier-Duo Sebastian Hennig (SC DHfK) und Max Müller (LVB) trug mit Bronze auf dem rund 230 km nördlich von Lissabon gelegenen Kurs zur Erfolgsbilanz bei. "Das ist ein gutes Omen", hofft DHfK-Paddler Hennig (21) am Wochenende auf ein ähnliches Resultat im A-Team - mit neuem Partner. Zunächst wurden die Leipziger gestern auf dem Frankfurter Flughafen gestoppt, weil die Fluglotsen in Frankreich streikten. "Es verzögert sich zwar alles etwas, aber die EM ist nicht in Gefahr", versicherte Heim- und Bundestrainer Kay Vesely (37).

Das neue Gespann: Hennig fährt mit Olympia-Ersatzmann Ronald Verch (27) vom Potsdamer Kanu-Club, der schon mehrfach Lorbeer eingeheimst hat (unter anderem 2010 C1-Weltmeister über 5000 m). Auf der Suche nach neuen Herausforderungen, zahlreichen Talks in Trainingslagern mit den Kanu-Kumpels fand sich das Duo Verch und Hennig im Vorjahr. "Potenzial war vorhanden, aber für uns die Saison nur relativ kurz", erinnert sich Sebastian Hennig, über den Coach Vesely vor drei Jahren sagte: "Er ist unser Top-Talent und hat das Zeug, es ganz nach oben zu schaffen." Der Meistertrainer sollte Recht behalten.

Neue Saison, Überraschung gelungen: Verch/Hennig ärgerten im interen Verbands-Ausscheid die C2-Olympiasieger Kurt Kuschela/Peter Kretschmer (beide Potsdam). Damit nicht genug. Die potenzielle Traum-Besatzung ließ am stürmischen Pfingstwochenende beim Weltcup im tschechischen Racice erneut die London-Champions hinter sich, landete auf Platz zwei und löste das EM-Ticket. "Für uns ist das Ehre und Ansporn zugleich. Jetzt wollen wir eine Medaille", gibt Sebastian Hennig den Kurs vor. Das geschlagene Duo sei natürlich enttäuscht gewesen, "wir sind ja Freunde und konnten das nachvollziehen", weiß Hennig um die Gefühlswelt nach Niederlagen, die er freilich auch schon einstecken musste. Bis zur Heim-WM Ende August in Duisburg könnten die Karten noch einmal neu gemischt werden. Doch da hört die nette Freundschaft auf und fängt die knallharte Konkurrenz an. "Wir setzen alles daran, dass es nicht so weit kommt", betont Polizeianwärter Hennig, der sich mit Student Verch erfolgsversprechend ergänzt.

Während sich die Kanu-Flotte in Duisburg optimal auf die EM vorbereiten konnte, wurde die teilweise dramatische Hochwasser-Situation im Land intensiv verfolgt. Kay Vesely: "In Leipzig haben wir mit unseren Bootshäusern ja noch großes Glück gehabt, anderswo blieb nichts übrig." Die Weltklasse-Athleten wollen nunmehr moralischen Beistand in Form von Medaillen leisten. Die Aussichten sind sonnig. Olympiasiegerin Tina Dietze (LVB) kämpft im Einer über 200 m, im Zweier und Vierer jeweils über 500 m. Die DHfK-Canadier Robert Nuck und Stefan Holtz sprinten im Einer (Holtz) und C2. Im Parakanu trägt Ingo Gereiner (DHfK) die Hoffnungen.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2013

Kerstin Förster

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