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Leipziger Kanutin Tina Dietze sichert sich EM-Gold in Moskau

Topform für Rio Leipziger Kanutin Tina Dietze sichert sich EM-Gold in Moskau

Die Blumensträuße flogen am Sonntag in die schwülwarme Moskauer Mittagsluft, Kusshände der Kanu-Europameisterinnen gleich hinterher. Tina Dietze und Franziska Weber gewannen die nichtolympischen 200 Meter und beendeten die letzte Prüfung vor Olympia in Rio erfolgreich.

Franziska Weber (l.) und Tina Dietze triumphieren am Sonntag bei der EM in Moskau.

Quelle: dpa

Leipzig/Moskau. „Das ist der Lohn für die stressigen Wochen und gibt Kraft für die nicht minder anstrengenden Wochen, die uns noch bevorstehen“, sagte Leipzigs EM-Champion Tina Dietze (28/LVB), die mit ihrer zuverlässigen Kajak-Hälfte Franziska Weber (27/Potsdam) in Moskau die nichtolympischen 200 Meter gewann – und damit wie schon 2012 das letzte Rennen vor den Spielen erfolgreich beendete. Der goldene Rest ist schnell erzählt: Dietze/Weber triumphierten in London über 500 Meter, holten zudem mit dem Vierer die olympische Silbermedaille.

Allemal ein gutes Omen knapp sechs Wochen vor Beginn des Ringe-Spektakels am Zuckerhut. Dies trifft generell auf die deutsche Flotte zu. Denn die Paddel-Asse haben sich mit einer ordentlichen EM-Ausbeute von zwei Titeln und sechs Medaillen in den olympischen Disziplinen auf Rio eingestimmt. „Das Abschneiden ist durchaus ein ermutigendes Ergebnis. Vor allem die olympischen Trümpfe haben gestochen“, kommentierte Verbandschef Thomas Konietzko. „Das zeigt, dass wir mit dem Olympia-Team auf einem guten Weg sind.“ Für die K2-Könnerinnen legte der Chef noch eins drauf: „Mädels, das war der Hammer, Hammer, extra Hammer, wie ihr da weggezogen seid.“

Als Motivationskünstler vor dem Herrn ist Damen-Bundestrainer Kay Vesely bekannt, am Sonntag konnte der 40-Jährige erst einmal durchatmen. „Insgesamt schauen wir zuversichtlich nach Rio, wissen aber auch genau um die Schwachstellen, an denen wir noch intensiv arbeiten müssen“, versicherte der Coach und nahm sich den Vierer vor die Männer-Brust. Dieses neu ins Rennen geworfene Boot mit Weber, Dietze, Sabrina Hering (Hannover) und Steffi Kriegerstein (Dresden) kam hinter den favorisierten Ungarinnen und Weißrussland auf Platz drei. „Da fehlen uns aufgrund kleiner Probleme in der Vorbereitung einfach ein paar Fahrten. Auch dass es bei der EM ohne Vorlauf gleich ins Finale ging, war nicht vorteilhaft. Denn du lernst in jedem Rennen“, sagte Vesely, der mit Blick auf die ärgste Konkurrenz zugleich betonte: „Wir sind in Schlagdistanz.“ Das gelungne Kanu-Kränzchen komplettierten Franziska Weber im Einer und Hering/Kriegerstein über 500 Meter mit jeweils Silberplaketten.

Einziger deutscher Canadierfahrer in Rio wird Sebastian Brendel (28) sein. Der Potsdamer erkämpfte in Moskau über seine Paradestrecke 1000 Meter seinen insgesamt zehnten EM-Titel. Auf der Sprintdistanz schrammte der Leipziger Stefan Holtz (35) mit Stefan Kiraj (27/Potsdam) knapp an Gold vorbei – im geborgten Boot mit den Namenzügen Pervukhin/Korovashkov. Möglich wurde diese Problemlösung dank deutsch-russischer Freundschaft, die 2,03-m-Kanute „Holtzi“ hoch hält. Warum aber das Ganze? Im Vorfeld der EM kam es durch Einsätze bei Weltcup und der U23 zu Transportproblemen. Für Moskau hätte extra ein Vereinsboot noch ins Bundesleistungszentrum Kienbaum gebracht werden müssen. Stefan Holtz löste es über seine Kanu-Kollegen Ilja und Alexej effizienter. Übrigens grüßen diese als 1000-m-Europameister.

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