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Leipziger Profiboxerin Atanassow steigt erstmals als Hauptkämpferin in den Ring

Zuschlagen – und ab an den See Leipziger Profiboxerin Atanassow steigt erstmals als Hauptkämpferin in den Ring

Die Leipziger Profiboxerin Sandra Atanassow kämpft am Sonnabend in der Schweiz gegen die Serbin Jasmina Nad.

Sandra Atanassow diese Woche beim Fotoshooting in der Nähe des Schlosses Merseburg.

Quelle: Halbstark Fotografie

Bern. Zum ersten Mal als Profi fightet sie im Ausland, zum ersten Mal darf Sandra Atanassow als Hauptkämpferin in den Ring. Am Sonnabend bekommt es die 33 Jahre alte Federgewichtlerin in Bern mit der Serbin Jasmina Nad zu tun. „Ich freue mich wahnsinnig auf den Auftritt in der Schweiz“, sagt die 1,68 m große Leipzigerin. „Es ist eine große Ehre, als Hauptact im Mittelpunkt des Interesses zu stehen.“

Sandra ist als Profi ungeschlagen, die Serbin hat nur 6 ihrer 26 Kämpfe gewonnen. Trotz dieser dürftigen Bilanz sei die Kontrahentin nicht zu unterschätzen. Noch nie musste die Serbin vorzeitig aufgeben: Gegen die starke Melanie Zwecker erkämpfte Nad zwei Unentschieden, gegen Weltmeisterin Elina Tissen hielt sie alle zehn Runden durch. „Ich habe auf jeden Fall Respekt vor ihr“, sagt Atanassow. „Sie ist zäh und ausdauernd.“ Insgeheim hofft die Leipzigerin aber, in ihrem siebten Profikampf den dritten Knockout zu landen.

Mit dabei sind Trainer Torsten Müller vom Boxring Atlas, Manager Michael Siegel sowie der neue Sponsoringpartner Markus Schefer aus der Schweiz. Zudem hofft die Sächsin, ein paar alte Bekannte aus dem Alpenland zu sehen. Ihr Internationaler Deutscher Meistertitel des BDB steht in Bern nicht auf dem Spiel. Bei einem Erfolg würden aber die Chancen steigen, bald um den Intercontinental-Titel zu kämpfen. „Darauf werde ich mich als nächstes mit voller Kraft konzentrieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Titelkampf daheim vor meinen Fans stattfinden kann.“

Nach dem Fight will sie endlich mal die Beine hochlegen. Am See herumliegen, mit Freunden grillen – all das kam in den letzten Wochen zu kurz. „Ich brauch wirklich mal eine Pause und muss das Trainingspensum herunterfahren“, sagt Sandra Atanassow und lacht. Vorher will sie aber noch mal kräftig zuschlagen – und sich den Müßiggang auch verdienen.

Von Thomas Fritz

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