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Leipziger Ringer Erik Thiele erobert im "falschen" Team Bronze

Leipziger Ringer Erik Thiele erobert im "falschen" Team Bronze

Freistilringer Erik Thiele will die nächsten zehn Tage richtig genießen. Damit begann der Sportgymnasiast vom KFC Leipzig bereits am Mittwoch im Zug auf dem Heimweg von Bad Staffelstein, wo die deutsche U21-Ringernationalmannschaft nach den Freistil-Europameisterschaften in Skopje in der Therme noch drei Tage aktive Regeneration betrieb.

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Ein glücklicher KFC-Ringer Erik Thiele.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Thiele war mit seinem überraschenden dritten Platz in der Kategorie bis 84 kg der einzige deutsche Medaillengewinner.

Dabei gehört der KFC-Fighter eigentlich gar nicht in diese Auswahl. Mit 17 Jahren war er in diesem Jahr noch startberechtigt für die Kadetten (U18). Bei der Europameisterschaft dieser Altersklasse vor drei Wochen in Bar (Mazedonien) hatte er ebenfalls Bronze erkämpft. Die Medaille bei der U21 ist natürlich wesentlich höher zu bewerten.

"Als Kadett bei der U21-EM eine Medaille zu gewinnen, ist eine außergewöhnliche Leistung", sagte sein Vater Sven Thiele, der als Bundestrainer der Männer arbeitet, seinen Junior aber dennoch meist betreuen kann. "Das ist sein bisher größter Erfolg. Vor allem in dieser Gewichtsklasse sich gegen ältere Konkurrenten zu behaupten, ist eine klasse Leistung." Thiele, Vize-Weltmeister von 1995, bescheinigt seinem Sohn einen durchweg guten Auftritt, "bei dem Erik auch einige kritische Situationen wie im Viertelfinale gegen den Polen Hubert Mazurok meistern musste".

Gestoppt wurde Erik Thiele im Halbfinale vom Russen Vladislav Valiev. Der Leipziger unterlag dem späteren Europameister mit 0:8, was sehr deftig klingt. Doch Thiele ging nicht fit in diesen Fight. Nach dem harten Viertelfinal-Kampf gegen den Polen, den der KFC-Mann mit 6:4 gewann, blieben ihm nur 15 Minuten Zeit zur Erholung für die Auseinandersetzung mit dem Favoriten. "Ich fühlte mich schon ganz schön müde. Es war eigentlich unmöglich, den Russen zu schlagen", sagte Thiele junior gestern. Immerhin kann er von sich sagen, mit 5:30 Minuten am längsten gegen den souveränen Titelträger durchgehalten zu haben

Im Kampf um Bronze hatte das Leipziger Ausnahmetalent wieder genügend Kräfte gesammelt, um Vasile Boldurescu (Moldawien) klar mit 10:4 zu besiegen. Diesen Sonntag mit seinen vier EM-Kämpfen spürt Thiele. "Ich habe noch immer Muskelkater, obwohl es schon besser geworden ist."

Bis Ende nächster Woche wird der Braunsbedraer in KFC-Diensten keine Ringer-Matte betreten. Nachdem das Supertalent für die EM sechs Kilogramm abnehmen musste, werde er jetzt "mal zwei Tage richtig zuschlagen beim Essen". Aber übertreiben will der junge Thiele nicht. Immerhin steht für ihn Ende August noch die U18-Weltmeisterschaft in Serbien in auf dem Programm. Um dabei im Kampf um die Medaillen mitmischen zu können, reist er zuvor mit einem Team des Leipziger Ringerzentrums in ein Trainingslager in die USA.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.07.2013

Norbert Töpfer

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