Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Leipziger Rugbyspieler aus Südafrika stirbt nach Hirntrauma

Tragischer Unglücksfall Leipziger Rugbyspieler aus Südafrika stirbt nach Hirntrauma

Dewald Potgieter lebte erst seit einem Monat in Leipzig. Der südafrikanische Spieler des Rugby Clubs Leipzig ist am Donnerstag nach einem Hirntrauma gestorben. Er wurde gerade 23 Jahre alt.

So liebten ihn Fans und Mitspieler: Dewald Potgieter im Angriff.
 

Quelle: Rugby Club Leipzig e.V.

Leipzig. Trauer und Bestürzung beim Rugby Club Leipzig (RCL): Gastspieler Dewald Potgieter aus Südafrika ist am Donnerstag gestorben. Der 23-Jährige war am vergangenen Sonnabend am Rand des Bundesliga-Spiels gegen den FC St. Pauli zusammengebrochen.

„Dewald hat sich in der 60. Minute auswechseln lassen, kurz darauf verlor er die Kontrolle über sich“, berichtet RCL-Präsident Karsten Heine. Der Spieler sei infolge eines Hirntraumas zusammengebrochen und habe das Bewusstsein verloren. Unter den Zuschauern befand sich Professor Pierre Hepp von der Leipziger Universitätsklinik, der auch die Handballer des SC DHfK betreut, und leistete Erste Hilfe. Kurz darauf sei ein Rettungshubschrauber mit einem Notarzt gelandet und ein Rettungswagen eingetroffen.

Trotz der sofortigen Versorgung waren die Überlebenschancen von Potgieter gering. „Er litt an einer unerkannten Vorerkrankung und hatte Probleme mit der Blutgerinnung“, berichtete Heine. Während des Spiels hat der Präsident nichts Auffälliges beobachtet. „Es gab keine äußeren Anzeichen, er muss sich schon vorher gestoßen haben“, sagte er. Mit dem Rugbysport habe der Unglücksfall nichts zu tun gehabt.

Der RCL kooperiert seit zwei Jahren mit Spielern aus Südafrika. Während am Kap der Guten Hoffnung Saisonpause ist, wechseln einige Profis im Herbst nach Deutschland. Dewald Potgieter war seit dem 1. Oktober in Leipzig. Beim Spiel in der Vorwoche gegen Hohen Neuendorf wurde er noch zum „Man oft the Match“ gekürt.

Am vergangenen Montag reisten die Eltern und die Verlobte des Opfers an und nahmen Abschied. Potgieter wird in seiner Heimatstadt Pretoria beigesetzt. Die Mannschaft will ihm beim nächsten Heimspiel in der nächsten Woche die letzte Ehre erweisen. „Wir legen eine Schweigeminute ein und tragen Trauerflor“, kündigte Heine an. Die Begegnung an diesem Wochenende in Hannover wurde abgesagt.

Von Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Wählen Sie den Sportler, die Sportlerin und die Mannschaft des Jahres 2016. Hier online abstimmen! mehr

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr