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Leipziger Slalomkanute Jan Benzien holt Europameistertitel

Leipziger Slalomkanute Jan Benzien holt Europameistertitel

Nach einmal Silber und dreimal Bronze bei den Welt- und Europameisterschaften 2002 und 2009 steht er endlich auf dem Thron: Slalomkanute Jan Benzien vom Leipziger KC wurde in Krakau Europameister im Einercanadier.

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Jan Benzien behält im Wildwasser von Krakau jederzeit den Überblick und holt EM-Gold im C1.

Quelle: Jacek Bednarczyk

Krakau. Der 30-Jährige kehrt sogar mit einem kompletten Medaillensatz heim: In der C1-Mannschaft mit dem LKC-Kollegen Franz Anton holte er Silber, im C2-Team mit Franz Anton, Eric Mendel und Alexander Funk gab es Bronze. Während die Frauen großes Pech hatten (Cindy Pöschel verlor Bronze erst nach einem Protest, Lena Stöcklin musste mit Fieber zuschauen), kehren alle vier Leipziger Männer mit mindestens ein Mal Edelmetall heim. Karolin Wagner wurde bei ihrer EM-Premiere im C1 Zwölfte.

 Die Ausgangsposition nach dem Halbfinale war perfekt: Jan Benzien lag auf Platz sechs, war in keinerlei Favoritenrolle und konnte mit langen sauberen Schlägen auf Angriff fahren, wie er es bei seinen bisherigen vier EM- und WM-Medaillen auch stets getan hatte. Außerdem musste er im Gegensatz zu früheren Jahren keinen Rückstand aufholen - denn mittlerweile geht es für die zehn Finalisten wieder bei null los.

 Wenige Minuten nach seiner Bestzeit war klar: Es gibt einen Europameister aus Deutschland, es kommt mal wieder zum großen Zweikampf mit Sideris Tasiadis. Der Titelverteidiger und Olympiazweite aus Augsburg hatte das Halbfinale gewonnen und stand als Letzter am Start. Die Zwischenzeit bei der Hälfte sah den Leipziger vorn. Irgendwie erreichte diese Information den Schwaben mit griechischen Wurzeln. Also erhöhte Tasiadis das Risiko - und blieb kurz vor dem Ziel mit seiner Schwimmweste an einer Slalomstange hängen. Diese zwei Strafsekunden machten den Unterschied zwischen Gold für Benzien und Silber für Tasiadis, der wie bei der Olympia-Qualifikation vor 13 Monaten in Markkleeberg wenige Zehntelsekunden schneller unterwegs war.

 Apropos: Nach der verpassten London-Teilnahme hatte Benzien ernsthaft mit sich gerungen, ob er seine Karriere fortsetzt. Zum Glück machte der Familienvater weiter, was vor allem mit seinem Zweierpartner Franz Anton und der olympischen Perspektive für 2016 im C2 zu tun hat. Hier fehlt beiden noch ein wenig die internationale Erfahrung, wie der gestrige zwölfte Platz beweist. Aber immerhin stand Anton im C1-Finale und wurde Neunter. "Das war eine tolle Team-Leistung in unserer Bootsklasse", wollte Benzien das Lob nicht nur auf sich bezogen wissen.

 Ehefrau Mandy war gestern gerade mit den Söhnen Jonas und Mika im Garten, als Jan zum Titel paddelte. "Ich freue mich sehr für Jan, so einen Erfolg brauchte er endlich mal, das war höchste Eisenbahn." Nun wollen die Söhne ihrem Papa ein Bild von der Siegerehrung malen. Heimtrainer Frithjof Bergner gratulierte als Erster am Telefon. "Ich hatte zu Jan vorher gesagt: Das Hochwasser ist schlimm, aber ihr könnt uns nur mit guten Leistungen helfen", so der LKC-Chef. Seine sieben Athleten setzten die Bitte eindrucksvoll um.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2013

Frank Schober

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