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Leipziger Synchronspringer: Serie reißt in Kiew

Duo Hausding/Feck Leipziger Synchronspringer: Serie reißt in Kiew

Das Duo Hausding/Feck geht im EM-Synchronspringen erstmals ohne Medaille im Wasserspringen nach Hause. Dabei konnten das Leipzig-Berliner-Team sonst auf der europäischen Bühne glänzen.

Das Duo Hausding/Feck 2016 in Rio bei den Olympischen Spielen. Bei der EM in Kiew lief es für die beiden nicht rund. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig/Kiew. Sie hatten eigentlich ein Medaillen-Abo auf europäischer Bühne abgeschlossen. Immer, wenn der Berliner Patrick Hausding und der Leipziger Stephan Feck im Synchronspringen gemeinsam in ein EM-Finale der Wasserspringer gegangen sind, klappte es mit Edelmetall. Seit 2010 sammelten sie fünf Silbermedaillen und einmal Bronze vom Drei-Meter-Brett. Diese Serie ist am Sonnabend in Kiew gerissen. Drei Fehler waren am Ende einer zu viel, hinter Russland, der Ukraine und hauchdünn hinter Großbritannien landete das Erfolgsduo vom Berliner TSC und SC DHfK Leipzig am Sonnabend auf Platz vier.

Das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) wartet weiter auf die erste Plakette in einer olympischen Disziplin. "Wir haben diese Woche einige Medaillen liegenlassen, entsprechend hoch war heute der Druck für die Beiden. Man hat erneut gesehen, dass sie verunsichert springen. Der Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit fehlt momentan im gesamten Team", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow.

Start mit Wut im Bauch

Stephan Feck war aus doppeltem Grund mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch in den Wettkampf gegangen. Zum einen, weil der 27-Jährige bei seinen siebten Plätzen in den Einzelentscheidungen vom Ein- und Drei-Meter-Brett sein Potenzial nicht ausgeschöpft hatte und unter seinen Trainingsleistungen sowie eigenen Erwartungen geblieben war.

Zum anderen hatte er sich aber am Abend zuvor sein Drei-Meter-Finale noch einmal im Video angeschaut und festgestellt: "So schlecht waren meine Sprünge gar nicht. Auch meine Teamkollegen gratulierten mir spontan zu einem guten Wettkampf, was ich anfangs gar nicht verstanden habe. Die Kampfrichter haben mir doch eine ganze Menge Punkte abgezogen. Zum Teil habe ich dafür kaum gravierende Gründe gesehen."

Bundestrainer Lutz Buschkow relativierte diese Sicht ein wenig: "Man muss sich das Standing beim Kampfgericht hart erarbeiten. Dazu gehört, dass man besonders hohe Sprünge zeigt und zeitig fertig ist, um die Eintauchphase sauber vorzubereiten."

Russen übernahmen Kommando

Dies bestätigte sich am Sonnabend bei den beiden Pflichtsprüngen, als Hausding/Feck mit Eleganz und Körperspannung glänzten und zu Recht die Führung übernahmen. In der Kür übernahmen sofort die Russen mit ihren Höchstschwierigkeiten das Kommando, doch das DSV-Duo hielt zunächst die Ukrainer und die sehr jungen Briten auf Distanz. Doch zum Knackpunkt wurde für Hausding/Feck nicht zum ersten Mal in ihrer Karriere der Auerbachsalto im vierten Durchgang. Diesen Sprung bringen beide zwar zu 90 Prozent sicher, doch im EM-Finale "versemmelten" sie ihn beide mal wieder. Ebenso erging es den Russen - nun rückte das Feld extrem zusammen, war der Kampf um Edelmetall völlig offen.

Das erfahrene Duo aus Berlin und Leipzig kämpfte, behauptete vor dem letzten Sprung den Bronzeplatz - sechs Punkte vor den Briten. Zum Abschluss zeigten beide Teams den gleichen Sprung. Bei der Vorwärtsschraube, genannt Wurfaxel, hatte Feck Probleme in der Tauchphase. Nun war es extrem spannend, fünf nervenaufreibende Minuten mussten beide auf den Sprung der Briten warten.

Feck: "Zu verhalten"

Die Engländer behielten die Nerven, zogen um zwei Zähler vorbei und lagen sich in den Armen. Damit war klar: Erstmals gingen Hausding und Feck bei einem gemeinsamen EM-Start leer aus. Feck meinte danach: "Platz vier ist nicht das, was wir uns hier vorgenommen haben. Der Fehler beim Auerbach kann passieren. Bei der Schraube hatten wir ein Problem im Anlauf, ich war etwas hinterher, habe reagiert, wollte aufholen. Am Ende hätte ich stärker mein Ding durchziehen müssen, ich bin zu verhalten abgesprungen. Bei der WM in Budapest wollen wir uns besser vorstellen."

Zum Abschluss der ersten Wasserspringer-EM in der Ukraine geht am Sonntag noch einmal eine Leipzigerin an den Start: Friederike Freyer vom SC DHfK springt an der Seite der deutlich erfahreneren Dresdnerin Tina Punzel ebenfalls im Synchronwettbewerb vom Drei-Meter-Brett um eine Medaille. Das Finale wird ab 15.30 Uhr live bei mdr.de übertragen.

Frank Schober

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