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Leipziger Turmspringer: Bleibt Erfolgscoach Uwe Fischer am Beckenrand?

Leipziger Turmspringer: Bleibt Erfolgscoach Uwe Fischer am Beckenrand?

Wenn von den Wasserspringern im Herbst nicht viel zu hören und zu sehen ist, handelt es sich meist um ein gutes Zeichen. Denn von September bis Anfang Dezember absolvieren die Kunst- und Turmspringer die in­tensivsten Trainingswochen, arbeiten an Fitness, Athletik und erlernen neue Sprünge.

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Der kritische Blick auf seine Schützlinge ist typisch für Uwe Fischer.

Quelle: Daniel Kaiser

Leipzig. Mitte Dezember tauchen sie erstmals öffentlich auf und zeigen ihr Können bei Wettkämpfen.

 Dem SC DHfK bescherte Fränze Jahn (15) die erste Medaille der neuen Saison. Fünf Monate nach ihrem überraschenden Bronze-Auftritt bei den Junioren-EM in Posen holte die Sportgymnasiastin dieser Tage beim hochkarätig besetzten Jugend-Meeting im kanadischen Montreal Rang drei vom Zehn-Meter-Turm. Ab heute sind auch die anderen DHfK-Athleten um Vizeeuropameister Stephan Feck gefordert, wenn in Dresden der DSV-Kürpokal stattfindet. Bei den ebenfalls in der Elbestadt ausgeschriebenen Mannschaftsmeisterschaften rechnen sich die Leipziger keine großen Chancen aus, da sie nicht in Bestbesetzung antreten.

 Kunstspringerin Julia Feist musste nach ihrem schweren Fahrrad-Sturz und komplizierten Armbruch zu Saisonbeginn (LVZ berichtete) erneut operiert werden. Die Fortsetzung ihrer Karriere ist gefährdet. Universiade-Teilnehmer Philipp Becker befindet sich nach einer Meniskus-Operation im Aufbautraining.

 Und auch der Aufsteiger des Jahres fehlt: Dominik Stein, der als Junior schon bei EM und WM der Erwachsenen am Start war, absolviert noch seine Bundeswehr-Grundausbildung. Die sollte eigentlich im September/Oktober über die Bühne gehen, aber der Bundeswehr-Arzt musterte den 18-Jährigen zunächst aus, weil seine Zähne nicht in Ordnung waren. Erst mit saniertem Gebiss begann im November die verspätete Ausbildung.

 Leipzigs Vorzeigespringer Stephan Feck versucht erneut, den Spagat zwischen Hochleistungstraining und Medizinstudium. "Er hat mit Blickrichtung 2016 die Aufgabe, zwei neue Sprünge zu lernen, um im Synchronspringen konkurrenzfähig zu bleiben", erklärt Trainer Uwe Fischer. Der viereinhalbfache Salto vorwärts sowie die große Vorwärtsschraube - sie treiben den Schwierigkeitsgrad und Punkte-Multiplikator auf 3,8 und 3,9 nach oben - sollen bis zur EM im August in Berlin wettkampftauglich sein. "Es wäre gut, die Sprünge dort zu zeigen - auch auf die Gefahr hin, dass es nach fünf Mal Silber dann nur zu Bronze reicht", ergänzt Uwe Fischer, in dessen Trainer-Karriere lange die 3,0 als Nonplusultra in Sachen Schwierigkeit galt. Mit 1,83 m ist Feck fast zu groß für viereinhalb Salti samt Streckung und sauberem Eintauchen. "Aber da muss er durch. Das kann Fecki durch seine Athletik und Sprunghöhe ausgleichen", meint sein Coach.

 Uwe Fischer befindet sich eigentlich auf der Zielgeraden seiner Trainer-Laufbahn. Im Mai wird der Erfolgs-Coach 65. Und Mitte August, pünktlich zu EM-Beginn, erreicht er das Rentenalter. Doch der gebürtige Mecklenburger trägt sich schon seit Längerem mit dem Gedanken, nicht abrupt aufzuhören: "Ich betrachte das Wasserspringen in Leipzig als meine Lebensaufgabe. Wenn ich spüre, dass ich gebraucht werde, hänge ich noch zwei Jahre dran." Der 23-jährige Stephan Feck hat mehrfach angedeutet, dass er sich eine Olympiavorbereitung ohne Uwe Fischer nicht vorstellen kann. Beide arbeiten seit mehr als zwölf Jahren erfolgreich zusammen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.12.2013

Frank Schober

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