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Leipzigerin Annekatrin Thiele holt Bronze im Ruder-Einer bei EM in Tschechien

Nach Umstieg vom Doppelvierer Leipzigerin Annekatrin Thiele holt Bronze im Ruder-Einer bei EM in Tschechien

Nach dem Umsteig vom Doppelvierer auf den Einer hat Olympiasiegerin Annekatrin Thiele bei der EM in Tschechien Bronze geholt. Auch die anderen deutschen Ruder-Teams waren erfolgreich.

Annekatrin Thiele während der Vorbereitung (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Leipziger Annekatrin Thiele hat bei der EM in Tschechien die Bronzemedaille im Einer geholt. Die 32 Jahre alte Olympiasiegerin im Doppelvierer ist dieses Jahr in den Einer umgestiegen. Auch die übrigen deutcshen Teams waren erfolgreich: Der Deutschland-Achter hat den fünften EM-Sieg in Serie ausgelassen gefeiert. Zum Start des neuen Olympia-Zyklus demonstrierte die neue Crew des deutschen Paradebootes ihre Stärke und fuhr in der Elbe-Arena im tschechischen Racice zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg mit einer Bootslänge Vorsprung vor Polen und den Niederlanden. „Ich habe seit einiger Zeit ein positives Bauchgefühl. Die Mannschaft hat ihr Leistungsvermögen bei dem überlegenen Sieg eindrucksvoll abgerufen“, sagte Bundestrainer Uwe Bender.

Mit nur drei Medaillen blieb die deutsche Flotte aber deutlich unter der Ausbeute von der Heim-EM in Brandenburg im Vorjahr (2-5-1). „Nach Olympia hatten wir einen sehr starken Umbruch. Wir stehen im neuen Zyklus ganz am Anfang. Da zählt es für mich nicht, wie viele Medaillen wir holen“, sagte DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock. Schließlich waren nur elf von 31 deutschen EM-Teilnehmern im vergangenen Jahr auch bei den Olympischen Spielen in Rio am Start. „Wichtig ist jetzt, dass wir uns eine breite Basis auf gutem Niveau erarbeiten und den jungen Sportlern eine Chance geben.“

Beim Achter lief es jedoch auf Anhieb. Vom ersten Schlag an nahm die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) Tempo auf, fuhr frühzeitig einen Vorsprung von einer kompletten Bootslänge heraus und sorgte damit für eine frühe Vorentscheidung: „Wir konnten uns mit einem guten Streckenschlag und ohne zusätzliche Sprints auf der ersten Streckenhälfte lösen. Das war sehr souverän und kontrolliert“, erklärte Ocik. Und Maximilian Planer ergänzte: „Bei 1250 Metern wusste ich: Nur ein grober Patzer kann uns noch den Sieg rauben.“

Nach dieser Machtdemonstration gehen die Ausnahmeathleten aus dem Paradeboot gestärkt in die WM-Mission. Nach den zweiten Plätzen bei Olympia und den zurückliegenden drei Weltmeisterschaften ist der Titelgewinn Ende September in Sarasota (USA) nun das erklärte Ziel. „Wir müssen weiter konsequent arbeiten, dass auch bei einer WM auch mal wieder klappt“, meinte Ocik. Zuversicht versprühte auch Steuermann Martin Sauer: „Wir haben dieses Jahr eine richtig gute Mannschaft.“

Neben dem Achter gewann auch der Frauen-Doppelvierer wie im Vorjahr EM-Gold, diesmal aber mit einer neuen und unerfahrenen Besatzung. Das Erfolgsboot wurde nach dem Gewinn von Olympia-Gold in Rio komplett neu formiert und sorgte für die größte EM-Überraschung aus deutscher Sicht. „Als wir schnell in Führung gehen konnten, war die Nervosität wie verflogen. Und wir sind bis zur Ziellinie cool geblieben“, sagte die 20 Jahre alte Schlagfrau Frieda Hämmerling aus Kiel, die ihr Team zu einem überschwänglich gefeierten Start-Ziel-Sieg vor dem Olympia-Zweiten Niederlanden führte.

dpa

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