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Leipzigerin Tina Dietze ist Sachsens Sportlerin des Jahres – auch Storl und Ruder-Team geehrt

Leipzigerin Tina Dietze ist Sachsens Sportlerin des Jahres – auch Storl und Ruder-Team geehrt

Kanu-Olympiasiegerin Tina Dietze aus Leipzig, der Olympia-Silbermedaillengewinner im Kugelstoßen David Storl sowie die Ruder-Olympiasieger Tim Grohmann, Karl Schulze und Philipp Wende sind Sachsens Sportler des Jahres 2012. Das ergab die traditionelle Umfrage des Landessportbundes Sachsen (LSB) in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Sportjournalisten-Vereins.

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Auftakt zur Umfrage "Sportler des Jahres 2012" mit HCL-Manager Kay-Sven Hähner, Tim Grohmann, Stefanie Weinberg, JCL-Mannschaftsleiterin Melanie Gerber, Jörg Fiedler, Torsten Teichert (Präsident Sächs. Sportjournalisten-Verein) und Kerstin Thiele.

Quelle: Landessportbund Sachsen

Dresden. Erst Silber, dann Gold - und nun wieder in die Nummer eins in Sachsen: Tina Dietze hat das sportliche Glück gepachtet. Zum zweiten Mal nach 2009 wird die 24 Jahre alte Kanutin als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Verdienter Lohn für mitreißende Auftritte bei bei den Olympischen Spielen in London. Auf dem Dorney Lake paddelte die Leipzigerin im Vierer zunächst „nur“ auf den zweiten Platz. Doch am Tag danach schlug ihre große Stunde: Gemeinsam mit Partnerin Franziska Weber jagte sie bei strahlendem Sonnenschein zum Olympiasieg. „Das war unser Traum“, bekannte Tina Dietze nach dem famosen Zweier-Rennen.

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Franziska Weber (r) und Tina Dietze haben nach den Olympischen Spielen wenig Zeit für Erholung.

Quelle: Peter Kneffel

Die Sportsoldatin, die am 25. Januar ihren 25. Geburtstag feiert, durchlief beim Deutschen Kanuverband (DKV) alle Förderstufen. Vor ihrem ersten von inzwischen drei WM-Titeln 2009 war sie bereits Europameisterin bei den Junioren.

In London sorgte Tina Dietze auch für einen kleinen Glamourfaktor. Gemeinsam mit ihrem Freund Andreas Ihle aus Magdeburg, der bei Olympia Bronze gewonnen hatte und jüngst als Sportler des Jahres in Sachsen-Anhalt gekürt wurde, bildete sie das deutsche Kanu-Traumpaar. Nach unbestätigten Medienberichten aber hat das sportliche Glück das private überdauert.

Triumphfahrt von Eton bringt Sachsens Ruderer wieder ins Gespräch

Diese Triumphfahrt war mehr wert als Olympia-Gold. Die Dresdner Ruderer Tim Grohmann und Karl Schulze sowie Phillip Wende aus Wurzen haben mit ihrem Olympiasieg im Doppelvierer in Eton bei London dem sächsischen Rudersport nach Jahren der Rückschläge, Niederlagen und Enttäuschungen neuen Glanz verliehen.

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Von Links: Karl Schulze, Philipp Wende, Lauritz Schoof , Tim Grohmann mit ihren Goldmedaillen

Quelle: dpa

Dass es wieder ein Vierer war, zu welchem noch der Rendsburger Lauritz Schoof gehörte, der das wichtigste Rennen der vergangenen vier Jahre gewann, ist dabei wohl Tradition. Unvergessen bleiben die Olympiasiege und WM-Titel der Dresdner und Leipziger Mannschaften aus DDR-Zeiten. Die Wahl als „Sachsens Mannschaft des Jahres“, als erste Ruderer überhaupt, ist folgerichtig.

Grohmann, Schulze und Wende gehörten zu den Olympia-Favoriten, doch nach dem Blackout bei der WM 2011, als durch einen rudertechnischen Fehler von Schoof das greifbar nahe Gold noch verschenkt wurde, musste man zunächst die eigene Angst und dann noch Weltcup-Sieger Kroatien schlagen. Beides gelang in einer Art, wie man es so nicht erwarten konnte. Der Dank der „langen Kerls“ ging an Trainer Marcus Schwarzrock, der mit den vier Goldmedaillen behangen auf den Schultern aus dem Stadion getragen wurde.

Silber steht Storl gut: Olympia-Glücksbringer Carolin und „Wilson"

Ein Stoß, ein Schrei - David Storl reißt beide Arme hoch. Ganze drei Zentimeter fehlen dem Kugelstoßer aus Chemnitz zur olympischen Goldmedaille, doch auch über Silber freut sich der erst 22-Jährige wie ein junger Gott. Mit seiner Freiluft- Bestleistung von 21,86 Meter muss sich Storl bei den Olympischen Spielen in London nur dem Polen Tomasz Majewski geschlagen geben.

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David Storl zeigt Silber. Michael Kappeler

Quelle: dpa

Weltmeister 2011, Europameister 2012 - und nun fast auf dem Olymp. Zum zweiten Mal in Serie wird der schwere Junge unter den Leichtathleten zu Sachsens „Sportler des Jahres“ gekürt. „Ich hatte das Gefühl, dass ich 22 Meter drauf hatte“, sagt er nach dem Finalkrimi. Vielleicht schafft er die „22“ schon bei der Leichtathletik-WM im August in Moskau. Storl gehört die Zukunft. Bei den Trainern gilt der 126-Kilo-Mann längst als „Jahrhunderttalent“.

In London hat ihm eine niedliche kleine Stoffente Glück gebracht. Maskottchen „Wilson“ ist ein Geschenk seiner Freundin, der Weltklasse-- Kanutin Carolin Leonhardt. Nach Olympia schipperte das Paar auf der MS Deutschland von London zurück nach Hamburg. Seit fünf Jahren räumt Storl (fast) alles ab, schon 2007 war der Schützling von Trainer Sven Lang Jugend-Weltmeister. Die kommende Hallensaison lässt er aus - sein großes Saisonziel ist die WM-Titelverteidigung in Moskau.

dpa

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