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Leipzigerin Viktoria Fross mischt im Tourenwagensport mit

Leipzigerin Viktoria Fross mischt im Tourenwagensport mit

Cora Schumacher saß als Promi-Gaststarter genauso hinter dem Volant wie Comedian Oliver Pocher oder Schwimm-Weltmeister Mark Warnecke. Doch die Mini-Trophy ist vor allem eine Serie, in der sich Talente im Tourenwagensport beweisen und entwickeln können.

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Die Leipzigerin Viktoria Fross am Steuer ihres Mini.

Quelle: Jürgen C. Braun

Leipzig. So wie Viktoria Fross aus Leipzig.

Markenpokale sind das A und O bei der Förderung des Motorsport-Nachwuchses. Da treten junge Frauen und Männer in identischen Fahrzeugen gegeneinander an, stellen meist im Rahmenprogramm großer Serien wie Formel 1, DTM, oder Tourenwagen-WM ihr Können unter Beweis und hoffen darauf, irgendwann "bei den Großen aufzuschlagen". Oft setzen die Auto-Hersteller, wie in diesem Falle die BMW Group mit ihrem Lifestyle-Ableger Mini, noch einen drauf, verpflichten einen Promi-Starter bei Gastevents, um die Serie medienwirksam "aufzupeppen."

Aus dem Grund wurde einst auch die Mini Challenge ins Leben gerufen. Ab 2012 hieß die Serie Mini-Trophy und seit Beginn dieser Saison werden die Rennen im Rahmen der ADAC Procar Serie, der Tourenwagen-Challenge des Deutschen Motorsportbundes, ausgetragen. Dort firmieren die flotten Damen und Herren im Mini John Cooper Works Challenge mit 211 PS als "Division 3" und zeigen ihr Können im Rahmen der ADAC GT Masters, die sich selbst als "Liga der Traumsportwagen" bezeichnet.

Eine der Probanden ist eine junge Dame aus Leipzig, die "mit unheimlich viel Leidenschaft für den Motorsport und dem Willen, in jedem Rennen besser zu werden", in den britischen Sportwagen steigt. So jedenfalls charakterisiert sich Viktoria ("Vicky") Fross, selbst. Die 23-jährige aus der Messestadt arbeitet bei einem Leipziger Unternehmen als Immobilien-Kauffrau und ist eine klassische Seiteneinsteigerin. "Ich hatte ja keine Kart-Erfahrungen wie die meisten meiner Konkurrenten", erzählte sie beim Rennen auf dem Nürburgring.

Autorennen seien schon immer ihre "heimliche Liebe" gewesen. 2011 war sie beim Finale der ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring gewesen. Durch Kontakte und Beziehungen hatte sie ein Jahr später Gelegenheit, zwei Gaststarts im Mini John Cooper Works Challenge zu absolvieren. "Nach diesen beiden Auftritten am Lausitzring und am Hockenheimring wurde ich für gut und motorsporttauglich befunden. Danach war es um mich geschehen. Ich wollte unbedingt in die Mini-Trophy rein."

Acht Rennwochenenden auf verschiedenen europäischen Strecken mit jeweils zwei Rennen über 25 Minuten pro Wochenende umfasst die Serie. Vicky ist längst im Reigen der Konkurrenten angekommen, eine feste Größe in der Division 3 der ADAC Procar Serie. Als junge Rennamazone bringt sie neben Stärken wie Begeisterung und Lernfähigkeit aber auch noch Schwächen mit. "Ich setze mich mitunter zu stark unter Druck. Dann will ich zu viel auf einmal. Ich muss einfach geduldiger werden", schätzt sie sich selbst ein.

In Tourenwagen-Rennsport will die junge Leipzigerin aber auf jeden Fall bleiben. "Es soll weiter beim Mini John Cooper Works bleiben. Ich möchte das Auto noch besser kennenlernen. Das Auto und die Strecken." Bis jetzt kann sie zufrieden sein mit ihren Ergebnissen. Ein guter Mittelfeldplatz und zahlreiche Aktionen auf den Rennstrecke, in denen sie ihr Talent zeigen konnte, werden die Fahrerin des Teams IMC-Motorsport weiter voranbringen.

Den Saisonabschluss darf sie am Wochenende auf einer ihrer Lieblingsstrecken feiern. Die beiden letzten Rennen dieses Jahres sind quasi ein Heimspiel für sie, auf das sie sich besonders freut. "Der Sachsenring liegt mir besonders. Das werden sicher zwei emotionale Rennen mit einem hoffentlich guten Abschluss dieses Rennjahres für mich."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.09.2014

Jürgen C. Braun

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