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Leipzigs Spitzen-Kanuten vor erster Bewährungsprobe

Leipzigs Spitzen-Kanuten vor erster Bewährungsprobe

Den Thron haben sie schon mal vor dem Bootshaus Klingerweg platziert. "Das ist ein kunstvoll bearbeiteter Baumstamm, sieht doch super aus", lässt Kanu-Trainer Kay Vesely (39) zum Holz-Sitzmöbel XXL mit direktem Wasserblick wissen.

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Probesitzen auf dem (verdeckten) Thron: Tina Dietze (hinten), Melanie Gebhardt, Sebastian Hennig (vorn l.), Peter Kretschmer, Marc Keller und Trainer Kay Vesely sehen optimistisch der vorolympischen Saison entgegen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Thron-Anwärter sind dessen Leipziger Spitzenkräfte um Olympiasiegerin Tina Dietze (SG LVB) allemal, der Heim- und Frauen-Bundestrainer formuliert klar das Ziel: In die Nationalmannschaft reinkommen, eine olympische Disziplin besetzen und zu den Weltmeisterschaften Mitte August in Mailand einen medaillengeschmückten Quotenplatz für die Spiele 2016 in Rio erkämpfen.

Mit dem Power-Pensum der vergangenen Monate unterm Paddel sieht Vesely den anstehenden Qualifikations-Aufgaben optimistisch und mit Spannung entgegen. Die erste Bestandsaufnahme findet am Wochenende in Duisburg statt. "Alle haben gut trainiert und besitzen die Chance, sich über die Rangliste eine gute Ausgangsposition zu schaffen." Neben Vorzeige-Athletin Tina Dietze (27) will Melanie Gebhardt vom SC DHfK weiter an internationalem Boden gut machen.

Die 21-Jährige, im Vorjahr als WM-Neuling vielversprechend auf Platz vier gelandet und im Januar als sächsische Nachwuchssportlerin des Jahres 2014 geehrt, will den etablierten Damen Paroli bieten. Das Paradeboot Kajak-Vierer würde sich anbieten. "Die Karten werden neu gemischt. Ich fühle mich gut und werde angreifen", unterstreicht die Studentin der Sonderpädagogik ihre Ambitionen. Dass Kay Vesely nach der letzten Saison von den Canadiern ins Bundestrainer-Reich der Frauen wechselte, sieht sie entspannt. "Seine Handschrift kennen wir ja als Heimtrainer zur Genüge, das Grundkonzept auch. Es gibt da keine Beanstandungen", lächelt Melanie Gebhardt dem Coach entspannt zu. Dieser wiederum kennt die Hin- und Hergerissenheit zwischen Vereins- und Verbands-Trainer. "Klar ist es immer schwer, wenn man die eigenen Leute zu Hause lassen muss. Doch für mich gibt es die strikte Linie der Unbefangenheit."

Aus der Leipziger Männer-Bastion legen fünf Canadierfahrer des SC DHfK los. Für den olympischen C2 über 1000 Meter gehen Sebastian Hennig (23), Peter Kretschmer (23) und Marc Keller (19) ins Rennen. Das Befinden ist gut, lediglich Sebastian Hennig laborierte zuletzt an einer Rücken-Blockade. Im Einer sprinten die Weltmeister Stefan Holtz und Robert Nuck um den Auswahlplatz. Ärgster nationaler Konkurrent dürfte Stefan Kiray (25) aus Potsdam sein.

Zielstrebig Kurs Rio marschiert Oberfeldwebel Tina Dietze. Im Gegensatz zum Vorjahr, als Bundeswehrausbildung und Krankheit die Trainingspläne in der Saison-Vorbereitung störten, konnte sie jetzt das dreifache Pensum durchziehen. "Momentan fehlt mir noch etwas die Leichtigkeit, um Kraft in Schnelligkeit umzusetzen. Aber es liegen ja auch zwei besonders intensive Wochen hinter mir. Wichtig ist, dass es endlich losgeht", sagt Tina Dietze, die es wieder in den Zweier und Vierer schaffen will. Der Thron wartet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2015

Kerstin Förster

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