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Letzte Chance auf der Neuen Messe

Letzte Chance auf der Neuen Messe

Steffen Sparborth kämpft am 19. Oktober bei der Gala des Magdeburger SES-Boxstalls auf der Neuen Messe Leipzig. Wenn der 28-Jährige darüber redet, leuchten seine Augen.

Leipzig. "Es ist meine letzte Chance, die internationale Spitze zu erreichen", sagt der Eilenburger, der dafür extremen Stress auf sich nimmt. Denn er zieht seinen Job als selbständiger Vermögensberater trotz der Vorbereitung auf den Kampf seiner Karriere voll durch.

"Ich bezeichne mich deshalb als Semiprofi." Zweimal am Tag trainiert er derzeit neben seiner Arbeit. Der Weltergewichtler übt mit einem Freund in Eilenburg oder im Gym des Magdeburger SES-Boxstalls. Sein Trainer ist Dirk Dzemski (41), dessen Hauptaufgabe allerdings die Vorbereitung von WBO-Weltmeister Robert Stieglitz für dessen Titelverteidigung gegen den Nigerianer Isaak Ekpo am 19. Oktober in Leipzig (Live auf Sat.1) ist. Für Sparborth, Profi seit 2. Oktober 2009, ist dieser Auftritt im Rahmenprogramm der SES-Gala richtungsweisend. Aber es ist kein Fight, wo es um seine Existenz geht. Denn sein Job als Vermögensberater läuft in normalen Bahnen. Und doch setzt er sich schwer unter Druck, schindet sich im Training bis zur Schmerzgrenze.

Der Eilenburger, bisher von Michael Petermann (Berlin) gemanagt und trainiert, ist derzeit nicht immer gut gelaunt: Er muss Gewicht machen, sieben Kilo abnehmen, damit er die geforderten 66,7 kg erreicht. Bei 70 kg sei er schon angelangt. Doch er ist hochmotiviert: "Ich will an die Spitze", meint der Muldestädter und fügt an: "Ich muss in Leipzig gewinnen, damit ich einen Vertrag bekomme."

SES-Chef Ulf Steinforth bestätigt Sparborths Probezeit mit dem Leipzig-Fight: "Mit einem starken Kampf bekommt er die Chance, in Zukunft unter unserem Dach zu kämpfen. Trainer Dirk Dzemski hat ihn schon länger beobachtet und empfohlen." Der Box-Lehrer kennt ihn aus Zeiten im SV Halle. "Wir werden nach dem Kampf in Leipzig sehen, ob er es schafft, mit 28 Jahren noch mal auf oberen Niveau anzugreifen. Schließlich hatte er zuletzt nicht die stärksten Gegner", sagt Dzemski und ergänzt: "Steffen wird einen starken Kontrahenten bekommen. Dann wissen wir, wo er steht. Wir werden ihn natürlich unterstützen."

Sparborth, der seine aktive Laufbahn erst mit 13 Jahren begann, hat im Nachwuchsbereich die Hallenser Talente-Schmiede durchlaufen, fuhr als Amateur beachtliche Erfolge ein, war sogar mal Dritter beim Chemiepokal. "Doch fürs oberste Treppchen hat es bisher nie gereicht", verrät er. Immerhin gewann er bisher alle zwölf Profi-Kämpfe, davon neun durch K.o. Auf den Sechs-Runden-Fight in Leipzig ist Sparborth nicht nur heiß, sondern freut sich auch drauf. "Es werden viele Freunde da sein. Die möchte ich nicht enttäuschen." Ihn als Spätzünder zu bezeichnen, sieht er nicht als Beleidigung an. "Ich möchte in Leipzig die Tür für große Kämpfe aufstoßen. Ich möchte fünf bis sechs Jahre ganz oben mitmischen."

Wer Sparborth anschaut, wird niemals vermuten, dass er Boxer ist. Sein Gesicht zeigt keine für diesen Sport typischen Spuren. "Deshalb sehe ich aus wie ein Modell", erklärt er lachend. Was für seine gute Verteidigung spricht, Doch Vorsicht: Wenn es nach Plan geht, sollen die knallharten Weltklasse-Boxer ja erst noch kommen.

Christof Hawerkamp, PR-Manager bei SES, sieht für Sparborth eine große Chance: "Wenn er seinen Kampf besteht, steht er für Leipzig als der Profi-Boxer."

Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.09.2013

Norbert Töpfer

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