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Leutzscher Füchse verabschieden Tischtennis-Lehrer - Weggang aus Leipzig mit Wünschen

Leutzscher Füchse verabschieden Tischtennis-Lehrer - Weggang aus Leipzig mit Wünschen

Die Koffer für den Abflug aus Leipzig stehen bereit, aber mit den Gedanken ist David Andreas Manciet Mino aus Chile schon wieder hier, in seinem Tischtennis-Revier.

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Stolz auf den Abschluss: Maha Chaouechi und David Andreas Manciet Mino.

Quelle: Andreas Doering

Leipzig. "Ich würde gern mit Spielern noch einmal herkommen", wünscht sich der 29-Jährige ein Wiedersehen speziell mit seinen Freunden von den Leutzscher Füchsen. Deren Präsident Christian Klas war denn auch zur Stelle, als Mino sein Zertifikat für die erfolgreiche Arbeit am 1. Internationalen Trainerkurs (ITK) 2013 der Sportfakultät überreicht bekam.

"Wir haben bereits zum dritten Mal mit der Uni zusammengearbeitet. Aus dem aktuellen Kurs waren zwölf Teilnehmer im Verein integriert und unsere Bundesligaspielerin Linda Renner als Ausbilderin eingesetzt", sagt Füchse-Chef Klas, der weiß: "Es ergeben sich aus dieser gemeinsamen Zeit immer neue Dinge." Beispiel gefällig: In Peru wird es künftig einen "Fuchsbau" geben. In Montevideo existiert dank eines einstigen Kurs-Teilnehmers aus Uruguay bereits ein Verein unter gleichem Namen.

In festlichen Gewändern feierten 52 Trainer und Sportlehrer, darunter zwölf Frauen, aus Lateinamerika, Afrika und der arabischen Welt in der Mensa auf dem Campus Jahnallee den stimmungsvollen Abschluss ihrer fünfmonatigen Weiterbildung. 33 Nationen waren vertreten, darunter erstmals die Dominikanische Republik. Es fanden Kurse in den Sportarten Tischtennis (Marco Fehl), Fußball (Robert Klauß) in der Leichtathletik (Hans Peter ­Löffler) und Behinder­tensport (Simone Zimmermann) statt. Die ITK-Geschichte reicht bis 1964 in Leipzig zurück. Seit 1991wird das sportliche Bildungspaket vom Auswärtigen Amt gefördert. "Jeder Kurs hat seine ­eigenen Facetten. Diesmal war es die enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Tischtennis-Verband, die es möglich machte, Spieler auf gleichwertigem Niveau zu finden und damit schneller zu einer erfolgreichen Ausbildung führte", erklärt Daniel Eckert-Lindhammer, administrativer Geschäftsführer im Bereich internationale Beziehungen der Fakultät. Äußerst hilfreich dabei: Weltverbands-Direktor Leandro Olvech aus Argentinien wohnt in Leipzig.

Leipzig lobt sie in höchsten Tönen. Maha Chaouechi aus Tunesien, 400-m-Läuferin mit persönlicher Bestmarke von 53 Sekunden, Rekordhalterin in ihrem Land, fand sehr persönliche Abschiedsworte. "Die Leipziger sind gastfreundlich und offen. Ich habe hier nie das Gefühl gehabt, in einem fremden Land zu sein." Die 31-Jährige schwärmt von der Uni-Zeit "Ich nehme wertvolle Erkenntnisse mit, vor allem in der Methodik habe ich viel gelernt"), bedankt sich bei den Lehrkräften ("Sie waren immer für uns da") und hat einen Wunsch: "Ich möchte wieder herkommen." In Tunis wird Maha Chaouechi, die ihre aktive Laufbahn beendet hat, als Trainerin arbeiten. "Die Begeisterung für Frauen-Leichtathletik ist bei uns groß."

Auch Tischtennis-Spezialist David Andreas Manciet Mino, der bei den Leutzscher Füchsen von Mannschaft zwei bis sechs zum Einsatz kam, hat ehrgeizige Pläne. Er wird 2014 ein Behindertensport-Projekt aufbauen. Leipzig war dafür Gradmesser und Motor zugleich. "Organisation und Planung des Unterrichts fanden auf hohem Niveau statt. Theorie und Praxis haben sich erstklassig ergänzt", hebt der Südamerikaner hervor. Ein privater Ausflug bleibt in besonderer Erinnerung. Mit dem Rad ging es mit anderen Kursteilnehmern an den Cospudener See, dort wurde geschwommen und am Strand Fußball sowie Volleyball gespielt. "Am nächsten Tag war ich so kaputt", erzählt Mino lachend. Für Maha Chaouechi war es ein Ausrutscher auf Schnee, bei dem die Haltungsnoten eher zweitrangig waren. Der Sturz ging glimpflich ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.08.2013

Kerstin Förster

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