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Lipsiade-Hoch mit internationalen Gästen

Lipsiade-Hoch mit internationalen Gästen

Er hat einen Plan, mächtig gewaltig: "Ich will zu den Olympischen Spielen und dort gewinnen", weiß Charl Lourens (16) genau, wohin ihn sein Judo-Weg noch bringen soll.

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Anfänger-Duell: Talita Herzan (blau) kämpft gegen Pépe Busch.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Anfang ist gemacht, der Siegeszug des Sportschülers aus Südafrikas Hauptstadt Pretoria beginnt in Leipzig, Hauptstadt aller denkbaren Jubiläen. "Hier ist es bezaubernd. Das Essen ist lecker, ich mag Schnitzel und Schwarzbrot", sagt der weit gereiste Lipsiade-Gast, der mit Gold und tollen Eindrücken wieder nach Hause fährt. Auch seine Judokollegen räumen Edelmetall in der kleinen Arena-Halle ab - sehr zur Freude von Sebastian Pilz, der mit seinem PSV-Team den gut einwöchigen Aufenthalt der Südafrikaner organisierte.

 Von insgesamt 4000 Medaillen, die in 28 Sportarten vergeben werden, nehmen auch junge Leichtathleten aus Leipzigs Partnerstadt Kiew einige Plaketten mit. Ihr Aufenthalt ist ebenso mit bunten Programmpunkten außerhalb der Tartanbahn gespickt. "Die Stadt ist sehr schön, wir haben nette Menschen kennengelernt", berichtet Sprinterin Sonja Skrypnykova (13) am Rande der Wettkämpfe, die bis auf zwei Endkämpfe noch vor dem großen Regen über die Bühne gehen. Gestern verbesserte Stabhochspringerin Maria Mahlo (W18/ MoGoNo) ihren erst vor Wochenfrist aufgestellten Landesrekord auf 3,70 Meter. Anschließend scheitert sie denkbar knapp an der JWM-Norm von 3,85 m.

 Das Bad in der Menge genießt wie gehabt Rathaus-Chef Burkhard Jung beim traditionellen Lipsiade-Rundgang. In der Schwimmhalle Marschnerstraße signiert der Volleyball-Fan zahlreiche Shirts und Urkunden, überreicht ebenso wie Stadtsportbund-Chef Uwe Gasch die heiß begehrten Medaillen (Spezialaufdruck 1000 Jahre Leipzig). Ins städtische Jubelkonzert passe auch der sportliche Takt. "Im Breitensport sind wir sehr, sehr gut aufgestellt. Auch im Spitzenbereich gibt es Erfolge. Sehr gefreut habe ich mich über den Aufstieg der DHfK-Handballer", sagt Jung mit heiserer Stimme (wohl eine Mischung aus zu viel geredet und erkältet). Über die Hallenmisere in "der schönsten Stadt der Welt" (Jung), muss nicht viel geredet werden ("In der Infrastruktur müssen wir zulegen"), die Vereine hoffen auf schnelle Taten.

 Engpässe können Spielraum für den Zusammenhalt sein. Die Ringer des SAV organisieren die Lipsiade in der "Leppi", der AC Taucha und Hausherr KFC packen mit an. "Wir haben einen Verbund geschaffen und damit die Ressourcen gebündelt. Das funktioniert gut", betont KFC-Jugendtrainer Denis Degen. Zum Anfängerturnier starten 39 Jungen, darunter einige Mädchen. Zusätzlich sind Freundschaftskämpfe angesetzt. In drei Wochen wird hier der Bär steppen, wenn mit den Landesjugendspielen das größte sächsische Nachwuchsfestival in 40 Sportarten stattfindet.

 Klein angefangen, um Großes zu erreichen: Die Lipsiade hat viele Kinder für den Sport begeistert und für mehr motiviert. Glänzende Beispiele dafür sind Kanu-Olympiasiegerin Tina Dietze (LVB), die heute bei den 1. Eurogames in Baku nach einer Medaille greift, und Wasserspringer Stephan Feck (SC DHfK). Dessen EM-Bronze am Freitagabend in Rostock feierte Mama Heidi live mit, danach fuhr sie nach Leipzig zurück, um ab Sonnabend früh ihre Nachwuchs-Schwimmer von L.E. Sport zu betreuen.

 Alle Hände voll zu tun haben auch die Organisatoren des Stadtturnerbundes. Die glücklichen Medaillengewinner erhalten ebenso wie die Platzierten viel Beifall vom begeisterten Familienanhang. Besonders stolz ist Kampfrichter Damaravy Westphal (16) über seinen kleinen Bruder Nathan (bald 7), der für die HSG DHfK eine von mehreren Medaillen gewinnt. Am kommenden Sonnabend will der ältere Westphal nachlegen. Damaravy ist Titelverteidiger beim Deutschland-Cup in Delitzsch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.06.2015
Kerstin Förster

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