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Lok-Leipzig-Heimstätte Bruno-Plache-Stadion wird ausgebaut

Fit für die Regionallliga Lok-Leipzig-Heimstätte Bruno-Plache-Stadion wird ausgebaut

Der 1. FC Lok könnte, den Aufstieg vorausgesetzt, sofort in der Regionalliga loslegen, ergab ein Lizensierungsrundgang am Mittwoch. Vor maximal 4999 Zuschauern. Aber bald soll die altehrwürdige Fußball-Arena für 13.000 Besucher zugelassen sein.

Bauarbeiten im Bruno-Plache-Stadion (Archivbild)

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. Beim Lizenzierungs-Rundgang im Bruno-Plache-Stadion gab es kaum Beanstandungen. Der 1. FC Lok könnte, den Aufstieg vorausgesetzt, sofort in der Regionalliga loslegen. Vor maximal 4999 Zuschauern. Aber bald soll die altehrwürdige Fußball-Arena für 13.000 Besucher zugelassen sein.Dafür ist noch einiges zu tun: zusätzliche Fluchtwege anlegen, Fluchttore einbauen, die Brandmelder-Anlage auf der Tribüne erweitern, den Gäste-Block ein Stück Richtung Anzeigetafel verlegen und mit neuen Wellenbrechern versehen. Etwa drei Monate wird das dauern.

Thomas Löwe scharrt schon mit den Hufen, muss aber zunächst auf die Baugenehmigung warten: Loks Antrag liegt noch bei den städtischen Ämtern. „Wir werden deshalb wohl nicht bis zu Saisonbeginn fertig sein, sondern wahrscheinlich erst in der Rückrunde“, sagt das Präsidiumsmitglied. Die Kosten in Höhe von 50.000 Euro werden dem Verein kaum zur Last fallen. Sponsoren, die im Bau-Beirat organisiert sind, übernehmen die Arbeiten. „Als wir 2013 anfingen, waren es neun Firmen“, erzählt Beirats-Chef Löwe, „jetzt haben wir mehr als 30 feste Mitglieder aus fast allen Gewerken, die sich einmal im Monat treffen, Projekte besprechen und dann in Eigenregie verwirklichen. Das hilft dem Verein enorm.“

Halbe Million Euro ins Stadion investiert

In den vergangenen drei Jahren konnte so über eine halbe Million Euro ins Stadion investiert werden. Die nächsten Vorhaben: ein neuer Bodenbelag für die Trainingshalle, 500.000-Liter-Wassertanks für Brandschutz und Beregnung, endlich ein Kunstrasenplatz. Förderanträge sind bereits gestellt, der Erbpacht-Vertrag eröffnet Möglichkeiten.

Löwe, 48, hat ein blau-gelbes Herz. Seit 40 Jahren ist er Lok-Fan, seit acht Jahren Sponsor. Mittlerweile steckt der Geschäftsführer der Firma FT Fliesenteam (13 Angestellte) täglich vier bis fünf Stunden Arbeit in den Verein. Und er hat noch viel vor in Probstheida. „Wir wollen dabei zweigleisig fahren“, sagt Löwe, „das heute Machbare angehen und das künftig Wünschenswerte vorbereiten.“ Das Plache-Stadion sei nach der Kapazitätserweiterung auf 13 .000 Besucher auch schon drittligatauglich, lediglich die Zahl der Sitzplätze müsste auf über 2000 verdoppelt werden.

Löwes großer Traum ist aber ein anderer – irgendwann an gleicher Stelle ein neues, modernes, reines Fußballstadion für rund 15. 000 Zuschauer zu bauen, in dem die Fans direkt am Rasen sitzen. Ihm schwebt keine „seelenlose Beton- und Stahlkonstruktion“ vor, sondern eine Variante, in der die alte, unter Denkmalschutz stehende Holztribüne integriert wird. „In einer Umfrage zum neuen Leitbild wurde sie von über 50 Prozent der Befragten als identitätsstiftend bezeichnet.“

Löwe weiß, dass es ein „ganz steiniger Weg“ wird, dass ein zweistelliger Millionen-Betrag aufgetrieben werden muss, dass die Stadt dazu nichts beisteuern kann und wird. „Und bevor wir an mögliche Investoren oder Gönner herantreten, müssen wir etwas Konkretes vorzuweisen haben.“ Lok hat deshalb bereits im Oktober eine Planungskommission gegründet. Ziel: Bis Ende 2016, spätestens bis Mitte 2017 soll es ein Stadion-Modell oder zumindest Zeichnungen geben. Nein, Löwe leidet nicht unter Größenwahn, er spricht ausdrücklich von einem langfristigen Projekt. „Vielleicht werden unsere Pläne fünf Jahre in der Schublade liegen, vielleicht werden sie nie realisiert – aber sie wären erst mal da.“ Sportlicher Erfolg lasse sich ohnehin nicht zuverlässig planen. „Und der ist Voraussetzung für alles andere.“

Alles zu Lok Leipzig und Fußball in der Stadt finden Sie in unserem Sportbuzzer.

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