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Lok-Stürmer mit Zehnkampf-Genen

Lok-Stürmer mit Zehnkampf-Genen

"Schnell war er ja schon immer, jetzt schießt er auch noch Traumtore", sagte Lok-Trainer Marco Rose nach dem 4:0 am Mittwoch gegen die Hertha-Reserve über Christoph Schulz.

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Christoph Schuklz und Steve Rolleder feiern das 2:0.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Dreimal hatte der 24-Jährige eingenetzt - zweimal mit feinem Füßchen, einmal wuchtig per Kopf. "Das war ein schönes Gefühl und nach langer Zeit mal wieder ein Erfolgserlebnis", meinte der Stürmer, der am Sonnabend (13.30 Uhr) in der Auswärtspartie bei Optik Rathenow nachlegen will: "Natürlich gibt das Selbstvertrauen und Lockerheit."

Schulz ist immer dann stark, wenn Lok kontern kann, wenn er Platz hat und seine immense Sprintfähigkeit ausspielt. Er dürfte die 100 Meter so um die elf Sekunden laufen, gestoppt hat er aber schon ewig nicht. "Dabei sollte ich unbedingt Leichtathlet werden, aber dazu hatte ich keine Lust."

Schulz kommt aus Leuna, sein Vater wollte, dass er die Familientradition fortsetzt. Gerd Schulz war einer der besten Zehnkämpfer der DDR, gehörte zur Nationalmannschaft. Und er vererbte seinem Sohn eine enorme Explosivität. Nicht nur in den Beinen, sondern auch in den Armen. Christophs weite Einwürfe sind eine Waffe, er schleudert den Ball problemlos bis zum Elfmeterpunkt. Als er beim Halleschen FC im Nachwuchs spielte, bauten die Trainer diese Schnellkraft noch aus, verordneten ihm Spezialübungen für Rücken- und Schultermuskulatur.

Mit dem Regionalliga-Aufstieg bei Lok erfüllte sich ein Traum. Doch Schulz kam in der Hinrunde nicht in Form, saß oft auf der Bank. Und wenn er spielte, dann auf der rechten Außenbahn, wo seine technischen Schwächen deutlicher zu Tage traten. "Ich bin sehr selbstkritisch, habe an mir gezweifelt."

Bis Marco Rose den gelernten Stürmer vor einigen Wochen wieder nach vorn zog. "Der Trainer hat viel mit mir gesprochen, mir sehr geholfen - und mich an meinen Torinstinkt erinnert."

Beim 3:0 gegen Neustrelitz schoss er sein erstes Saisontor, gegen Hertha platzte der Knoten. Er harmoniert zudem gut mit Steve Rolleder. "Rolle macht die Bälle fest, verteilt sie, legt für mich vor. Das klappt."

Schulz absolviert in Leipzig eine Fachschul-Ausbildung zum Bautechniker, die bis 2015 läuft. Er hofft, dass es in Probstheida weitergeht, für Lok und für ihn. In Halle hatte er eine Tischler-Lehre abgeschlossen, früher schreinerte er seine Möbel selbst. Jetzt bastelt er mit Lok am Klassenerhalt. Tore in Rathenow würden dabei helfen.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2013

Steffen Enigk

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