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Lokalmatadore boxen im WM-Rahmenprogramm

Lokalmatadore boxen im WM-Rahmenprogramm

Seit gestern steht es praktisch fest: Die Halle 1 der Neuen Messe wird morgen Abend (22.20 Uhr, live SAT1) mit 6000 Zuschauern voll sein, wenn Titelverteidiger Robert Stieglitz aus Magdeburg gegen den Nigerianer Isaac Ekpo um die WBO-Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht kämpft.

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Werbung für die Box-Gala morgen auf der Neuen Messe: Weltergewichtler Steffen Sparborth übt im Paunsdorf Center mit Co-Trainer René Friese. Knapp 500 Schaulustige fanden sich zu diesem öffentlichen Training ein.

Quelle: Peter Gercke

Im anspruchsvollen Rahmenprogramm mit sieben Kämpfen schlägt im zweiten Fight schon gegen 19 Uhr die Stunde für Lokalmatador Steffen Sparborth. Der 28-Jährige trifft im Duell zweier ungeschlagener Boxer auf den Kölner Deniz Ilbay.

Mehr als 5000 Tickets wechselten (Stand gestern) bereits im Vorverkauf den Besitzer. "Die restlichen Fans werden die Karten an der Abendkasse kaufen. Wir werden ein volles Haus haben", freut sich Christof Hawer-kamp, PR-Manager des Veranstalters SES aus Magdeburg.

Steffen Sparborth bekommt Gänsehaut, wenn er an die Kulisse im "Kolosseum" Neue Messe denkt. "Es ist bisher das Größte für mich, so etwas zu erleben. Im Vorprogramm eines WM-Kampfes kämpfen zu dürfen, bedeutet für mich eine große Ehre", beschreibt der Weltergewichtler aus Eilenburg seine Gefühle. Die Aufregung halte sich noch in Grenzen. "Die Vorfreude überwiegt", sagt Sparborth und fügt in seiner lockeren, aber nie überheblich wirkenden Art an: "Die Aufgabe gegen Deniz Ilbay ist lösbar. Auch wenn es für mich die wohl bis heute schwerste Aufgabe ist."

Der 28-Jährige, der als Vermögensberater arbeitet, steht enorm unter Druck. Er muss den Kölner in dem für sechs Runden angesetzten Fight schlagen, um einen Vertrag beim Boxstall SES zu bekommen. Dennoch überwiege bei ihm die Vorfreude, eine solche Chance zu bekommen.

Sie ist einmalig. "Wir machen keine Geschenke", sagt SES-Boss Ulf Steinforth. "Es wird knallhart für Steffen, er muss gegen den Kölner durchs Feuer gehen. Es ist d i e Chance, bei uns Profi zu werden." Dirk Dzemski, Cheftrainer des Magdeburger Teams, spricht ebenfalls Klartext zum Lokalmatador. "Steffen hat sich sechs Wochen bei uns auf den Kampf vorbereitet. Es war sicher ganz schwer für ihn." Der Box-Lehrer ist überzeugt, dass Sparborth vom SES-Gym und Trainingslager in Slowenien profitiert hat. "Das muss er auch, er ist schon 28 Jahre alt und hat nicht mehr so viel Zeit für eine lange Karriere", sagt Dzemski.

Diese Laufbahn hat Dominic Bösel wohl noch vor sich. "Er ist einer von den Jungs, die erst Box-Geschichte bei uns schreiben sollen", meint Steinforth. Der Halbschwergewichtler aus Freyburg/Unstrut kämpft morgen zum letzten Mal um die WBO-Junioren-Weltmeisterschaft, weil er am 24. Oktober 24 Jahre alt wird. Allerdings hat er in diesem Heimkampf, nur 50 km von zu Hause entfernt, mit dem ungeschlagenen Italiener Mirko Ricci einen dicken Brocken vor sich. Doch mit seinen zahlreichen Fans im Rücken ("Es werden 600 kommen.") will der gelernte Industriekaufmann diese Aufgabe lösen. "Ich bin ein bisschen breiter als Ricci", sagt Bösel lächelnd. "Ich will meinen Titel verteidigen. Es ist schön, sich Junioren-Weltmeister nennen zu dürfen. Aber es wird auch Zeit, nun den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu gehen."

Junioren-Weltmeister war auch der Leipziger Oliver Güttel, der ebenfalls für den Magdeburger SES-Stall kämpfte und den WM-Gürtel 2009 aus Altersgründen ablegen musste. Der heute 28-Jährige musste ein Jahr später seine Laufbahn wegen einer Augenverletzung beenden. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird er morgen unter den Zuschauern sitzen. "Ich bin noch immer traurig, weil ich so früh aufhören musste. Andererseits freue ich mich auf das ganze Drum und Dran einer solchen Veranstaltung. Ich werde mit den Jungs mitfiebern, von denen ich viele noch kenne", meint Güttel. Der gelernte Tischler beendet im Frühjahr seine Ausbildung zum Erzieher.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.10.2013
Norbert Töpfer

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