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Machtwechsel bei Lok: Neue Mitglieder im Aufsichtsrat - Kubald kündigt zum 30. Juni

Machtwechsel bei Lok: Neue Mitglieder im Aufsichtsrat - Kubald kündigt zum 30. Juni

Neue Machtverhältnisse bei Lok: Der Aufsichtsrat des Fußball-Regionalligisten kooptierte gestern Abend René Gruschka, Jens Kesseler und Heiko Spauke in den Vorstand.

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Steffen Kubald wird Lok Leipzig zum 30. Juni verlassen..

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Nach dem Rücktritt von Hartmut Dischereit aus „beruflichen und familiären Gründen" bestand das Präsidium nur noch aus Michael Notzon und Bernd Wickfelder, war laut Satzung nicht mehr handlungsfähig.

Die bisherige Opposition hat nun die Mehrheit im Vorstand, kann schon vor den Wahlen am 13. April loslegen. „Wir werden uns sofort um die Geschäfte kümmern", sagte Gruschka, „uns zunächst einen Überblick über Konten, Buchhaltung und Gläubiger verschaffen." Für Montag ist eine Präsidiumssitzung mit ersten Beschlüssen anberaumt. Kesseler wird für Finanzen, Spauke für Sponsoring, Gruschka für Medien und Fans zuständig sein.

Die alte Lok-Führung ist entmachtet. Wickfelder will kurz vor der Außerordentlichen Mitgliederversammlung (AOMV) zurücktreten, Präsident Notzon nicht mehr kandidieren. Auch die langjährige Lok-Galionsfigur nimmt Abschied: Steffen Kubald kündigte gestern zum 30. Juni seinen Minijob als Sicherheits-Chef und Team-Manager.

Laut Notzon hat sich die Insolvenzgefahr verschärft. Die aktuelle Unterdeckung betrage 280 000 Euro. Seiner Meinung nach ist Lok nur noch zu retten durch einen Zusatzbeitrag (Umlage) der rund 1500 „passiven Mitglieder" in Höhe von 180 Euro, was über eine Viertelmillion Euro bringen würde. Dieser Antrag des Alt-Präsidiums steht bei der AOMV zur Abstimmung.

Dann wirft auch Sylvio Krause seinen Hut in den Ring. Der Inhaber des Parkhotels Brandis will Präsident werden. Seit 2004 ist der 46-Jährige Mitglied, seit 2010 zweitgrößter Sponsor nach Goldgas mit Sachleistungen im hohen fünfstelligen Bereich. Früher beherbergte er die tschechischen Gastspieler, jetzt wohnen sechs Lok-Akteure bei ihm. „Derzeit gehe ich in Vorleistung."

Krause kennt sich aus hinter den Fußball-Kulissen, hat gute Kontakte zur Wirtschaft – und wird den Mitgliedern am 13. April ein Zehn-Punkte-Programm zur Sanierung vorstellen. Harte Schritte seien nötig wie die Trennung von den Lok-Frauen, die sechsstellige Einsparungen zur Folge hätte. Der Fanshop solle aus Kostengründen zurück in die Geschäftsstelle. Vor allem aber müsse Lok ran an große Unternehmen wie den neuen Goldgas-Eigner Verbundnetz Gas mit Sitz in Leipzig und andere hier tätige namhafte Firmen. „Wenn man offen auf Menschen zugeht, ist alles lösbar", glaubt Krause.

Wie René Müller in der LVZ vorschlug, müsse Lok nach dem Vorbild von Union Berlin neu aufgestellt werden. Krause denkt auch an eine Fan- und Sponsoren-Anleihe zum Erwerb des Erbpacht-Rechts. „Wir brauchen das Stadion-Gelände, um künftig wieder Kredite zu bekommen." In die Trainingsbedingungen müsse dringend investiert, ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Krause strebt eine breite Allianz für Lok an, gemeinsam mit der bisherigen Opposition. „Ich hatte bereits ein sehr gutes Gespräch mit Herrn Kesseler."

Steffen Enigk

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