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Magdeburg plant zentralen Bustransport für auswärtige Fans

Magdeburg plant zentralen Bustransport für auswärtige Fans

In Magdeburg sollen die Fans der auswärtigen Fußball-Vereine demnächst per Bus vom Bahnhof zum Stadion gebracht werden. Dadurch sollen die Kosten für Polizeieinsätze sinken.

Magdeburg. Diesen Plan stellten am Mittwoch der Präsident des 1. FC Magdeburg, Volker Rehboldt, und Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) vor. In Halle berieten unterdessen Staatssekretär Rüdiger Erben (SPD) und HFC-Präsident Michael Schädlich, wie in der neuen Saison Gewalt am Rande der Regionalligaspiele verhindert werden kann.

Mit einem zentralen Bustransport könne bei Risiko-Spielen wie dem Derby gegen den HFC die Zahl der zwischen dem Bahnhof und dem Stadion eingesetzten Polizisten um rund ein Drittel gesenkt werden, hieß es. Bei diesen Partien sind sonst rund 800 Polizisten im Einsatz.

In Halle habe man mit einem solchen Bus-Modell gute Erfahrungen gemacht, sagte Hövelmann. „Den Weg vom Bahnhof zum Stadion kann man dadurch sicherer und schneller machen. Man kann die Fans aber nicht in den Bus zwingen.“ Der Minister wies auch darauf hin, dass mit den Magdeburger Verkehrsbetrieben (MVB) noch nicht über das Vorhaben gesprochen worden sei. Besonders bei Spielen wie gegen Halle, Lübeck, Kiel oder Chemnitz sei der Bustransport sinnvoll, sagte Rehboldt. Seinen Angaben zufolge gibt der FCM pro Jahr 300 000 Euro für Sicherheit und Ordnung aus, das sei ein Drittel des Vereinsetats.

In Halle stand das Gespräch zwischen Erben und Schädlich vor dem Hintergrund des Stadionneubaus, der die Sicherheitskräfte in der neuen Saison vor einige Herausforderungen stellt. Risiko-Spiele wie die Partie gegen den FCM werden in Leipzig ausgetragen, Spielort für die anderen Partien ist Halle-Neustadt.

Erben und Schädlich sprachen auch über die Vorkommnisse beim DFB- Pokalspiel gegen Union Berlin am Wochenende, als kurz vor Schluss ein Böller neben dem Berliner Torwart Jan Glinker explodierte. Erben sagte, viele Fans hätten sofort gegen diese Aktion protestiert. Die HFC-Anhänger hätten sich „ganz sichtbar“ distanziert. „In der Fan- Szene in Halle findet ein Selbstreinigungsprozess statt“, sagte Erben der dpa. Gegen den Böllerwerfer wurde ein Hausverbot verhängt. Geplant ist laut Erben auch ein Stadionverbot, von dem in der neuen Saison rund 120 weitere HFC-Anhänger betroffen sind.

In Halle hatte es im vergangenen Jahr bei den Spielen gegen Plauen und Magdeburg heftige Zusammenstöße von Gewalttätern und Polizisten gegeben. Dabei wurden im Juni und im September insgesamt 35 Polizisten verletzt.

dpa

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