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Magdeburgs Handballer: Stufenplan sieht nach drei Jahren Europapokal vor

Magdeburgs Handballer: Stufenplan sieht nach drei Jahren Europapokal vor

Als Manager möchte Marc-Henrik Schmedt nicht bezeichnet werden. „Das hört sich so nach Alleinherrscher an. Wir arbeiten beim SC Magdeburg im Team", sagt der neue Geschäftsführer des SCM.

Magdeburg. Seit 1. Juli gehört er zum Führungstrio des ostdeutschen Traditionsvereins. Zusammen mit Geschäftsstellenleiter Steffen Stiebler und dem neuen Trainer Frank Carstens will er den sportlichen Niedergang des Magdeburger Handballs stoppen.

„Wir müssen den Wendepunkt schaffen. In dieser Saison ist das Ziel ein einstelliger Tabellenplatz. Wir haben einen Stufenplan. In drei Jahren wollen wir wieder international spielen", erklärt Schmedt, der mit dem SCM am 1. September mit dem Auswärtsspiel bei der SG Flensburg-Handewitt in die Spielzeit 2010/11 startet.

Der 40 Jahre alte Schmedt ist Realist. „Und ich habe das Gefühl, dass auch die ganze Region unsere Situation realistisch einschätzt. Zumindest habe ich solche Signale erhalten", meint er und fügt hinzu: „Wir brauchen keine Luftschlösser zu bauen, vielmehr müssen wir stabilisiert in die Zukunft gehen. Wir müssen sportlich wie auch wirtschaftlich maßvoll wachsen."

Schmedt hat die großen Jahre der Magdeburger miterlebt. Seit dem Jahr 2000 ist er im Verein, von 2001 an war er für die zweite Mannschaft verantwortlich und seit Juli nun Geschäftsführer. „Das ist eine riesige Herausforderung. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind, die Mannschaft wie auch die finanzielle Lage des Vereins zu gesunden."

In diesem Jahr plant der Verein in seiner 20. Bundesliga-Saison mit einem Etat von 3,7 Millionen Euro. „Mit dem Etat stehen wir genau dort, wo wir am Ende der vergangenen Saison gelandet sind: auf Platz elf", macht Schmedt deutlich. Ihm ist klar: „Die Handball-Bundesliga wird beschließen, dass die Vereine ihr Negativkapital abbauen müssen. Dies heißt auch für uns, Kosten senken und Umsätze steigern. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir brauchen eine gesunde wirtschaftliche Basis, um uns in der Bundesliga weiter zu etablieren und in Zukunft wieder obere Tabellenplätze anzugreifen."

Für das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz hat der Verein fünf neue Spieler geholt. „Damit sind die Planungen abgeschlossen. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert und sich keiner verletzt, wird das der Kader für diese Spielzeit sein", sagt Schmedt und versichert: „Auf außergewöhnliche Situationen sind wir aber vorbereitet, was in den vergangenen Jahren ja auch nicht immer der Fall war."

Neu in Magdeburg sind:

Jure Natek (Chambéry Savoie HB/Slowenien/Rückraum rechts), Damir Doborac (RK Koper/Bosnien-Herzegowina/Rückraum links), Zsolt Balogh (Ungarn/Rückraum rechts), Kjell Landsberg (FA Göppingen/Kreismitte) und Tim Hornke (HSV Hannover/Rechtsaußen).

Den Verein verlassen haben

dagegen in Nationalspieler Christoph Theuerkauf (TBV Lemgo), Rückraumschütze Damien Kabengele (Toulouse Union HB/Frankreich) und Torhüter Jürgen Müller (Ystads IF/Schweden) drei Spieler.

dpa

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