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Marathon: Stiller-Kontrahent noch nicht in Sicht

Marathon: Stiller-Kontrahent noch nicht in Sicht

Seit Februar ticken die Uhren für Leipzigs erfolgreichsten Dauerläufer anders. Die Geburt von Söhnchen Emil hat den Tagesablauf des zweifachen Gewinners des Stadtwerke-Leipzig-Marathons verändert.

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Jakob Stiller peilt seinen dritten Marathon-Sieg in Folge an.

Quelle: Christian Nitsche

Obwohl Jakob Stiller derzeit nur ein statt zwei Mal täglich trainiert und sich aufgrund der kürzeren Nächte ein Mittagsschläfchen gönnt, hat dies an seinen sportlichen Ambitionen nichts verändert.

Am Sonntag peilt er auf den Straßen seiner Heimatstadt über die klassischen 42,195 km den dritten Sieg in Folge an. Dabei ist ihm die Zeit keineswegs egal. "Unter 2:30 Stunden möchte ich diesmal schon laufen", sagt der 26-Jährige, der etwa vier Minuten schneller wäre als 2012, wenn ihm das Vorhaben gelingt. Doch er möchte sich im Idealfall nicht total verausgaben, um in den kommenden zweieinhalb Monaten auf der Bahn über 5000 und 10000 Meter noch angreifen zu können.

Seit Leipzig auf Antrittsgelder für eine afrikanische Läuferschar kategorisch verzichtet, um den einheimischen Athleten eine Bühne zu bieten, hat die überregionale Bedeutung des Laufes sicher etwas nachgelassen. Dafür sind die Sympathiewerte bei den Zuschauern an der Strecke spürbar gestiegen. Doch vor dem Hauptlauf am Sonntag droht beim Blick in die Meldeliste ein wenig Langeweile. Zwar kann bei zweieinhalb Stunden viel passieren, doch bislang ist kein ernsthafter Kontrahent zu sehen, der das Triple des LAZ-Läufers verhindern kann. 2011 hatte der Lokalmatador bei seiner sensationellen Marathon-Premiere in 2:27:58 Stunden wenige Sekunden Vorsprung auf zwei Ukrainer, im Vorjahr distanzierte er seinen Klubkollegen Lars Rößler um 37 Sekunden. Der gebürtige Thüringer ist erneut dabei, verfolgt aber andere Prioritäten, wie Stiller im LVZ-Gespräch verriet: "Lars möchte nächste Woche beim Oberelbe-Marathon auftrumpfen." Diesmal wolle Rößler in erster Linie Tempo für LAZ-Kollegin Carina Schipp machen und selbst eher nicht durchlaufen. Vielleicht meldet sich ja kurzfristig noch der große Unbekannte. Da jedoch zeitgleich in Hamburg und kommende Woche in Düsseldorf gelaufen wird, ist dies unwahrscheinlich.

Jakob Stiller ist jedenfalls vor starker Konkurrenz nicht bange. "Ich würde mich freuen, wenn noch ein, zwei schnelle Leute auftauchen. Ich habe sehr gut trainiert, die wenigeren Einheiten meist in ordentlicher Qualität absolviert. Ich bin auf alles vorbereitet, würde sicherlich auch ein höheres Tempo mitgehen", sagt der Master-Student (Französisch und Politikwissenschaften) selbstbewusst. Eine leichte Erkältung der Vorwoche klingt gerade pünktlich ab - es kann losgehen.

Die Ereignisse von Boston sind nicht spurlos an dem Lokalmatador vorbeigegangen. Als er am Montagabend im Internet nach den Zeiten schauen wollte, erschrak Jakob Stiller aufgrund des Anschlages im Zielbereich. "Eine absolute Sicherheit bei Großveranstaltungen gibt es leider nicht", meint der Sachse: "Ich finde so ein Attentat bei einer Sportveranstaltung aber ganz besonders niederträchtig." Er selbst gehöre bislang nicht zu den Marathon-Touristen. Doch er könne verstehen, wenn sich die vielen Läufer ihre Reise zu einem großen Marathon in einer Weltmetropole nun ernsthaft überlegen. In Leipzig fühlt sich Jakob Stiller jedenfalls sicher. Frank Schober

@www.leipzig-marathon.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2013

Frank Schober

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