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Marschieren die Leipziger Icefighters sofort in die 2. Bundesliga?

Marschieren die Leipziger Icefighters sofort in die 2. Bundesliga?

Dass im Eishockey nichts unmöglich ist, dürfte sich rumgesprochen haben. Dazu passt die Nachricht, dass die Icefighters Leipzig in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen könnten.

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Die Icefighters könnten in Taucha bald Zweitliga-Eishockey bieten. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. "Das ist eine Option", sagt Geschäftsführer André Krüll. Doch der Reihe nach.

Unlängst fand in Dresden die Ligatagung der Oberligisten statt. Uwe Harnos, Präsident des deutschen Eishockey Bundes (DEB), war dabei. In der Szene gärt es mächtig. Neun Zweitliga-Klubs wollen eine DEL II gründen und sich so vom DEB abnabeln, der daraufhin mit Konsequenzen drohte. "Der DEB kann nur angeschlossenen Clubs jeglichen Verbandsservice wie Spielertransfers, Spielberechtigungen, Freundschafts- und Punktspielgenehmigungen sowie Schiedsrichtergestellung, Nachwuchskooperationen, Doppellizenzen et cetera bieten", heißt es in einer Erklärung.

Die Oberligisten wiederum wollen nicht länger hinnehmen, dass 47 Startern nur ein Aufstiegsplatz zusteht. Dass für die verschiedenen Ligen verschiedene Verbände und Organisationen zuständig sind (DEL, ESBG, DEB, Landesverbände), ist auch eine Baustelle, es brennt an vielen Ecken. Der Reformstau ist groß.

All das war auf der Ligatagung Thema. Wenige Tage zuvor hatten sich die Oberliga-Klubs in Leipzig getroffen und auf eine Linie geeinigt. "Wir haben erklärt, dass die Oberligen unter dem Dach des DEB spielen wollen. Dafür müssen Voraussetzungen und Strukturen geschaffen werden", so Krüll. Gefordert wird ein System mit klarer Auf- und Abstiegsregelung bis zur 2. Liga. Dort soll es nicht nur einen Absteiger geben. Beschlossen wurde in Dresden freilich nichts.

Wenn alles klappt, gibt es ab 2014/15 nur noch die drei (bisher vier) Oberligen Süd, West und Nordost, letztere mit zwölf Teams (bisher neun). Nach einer Doppelrunde sollen die Aufstiegs-Playoffs beginnen, zwei Aufstiegsplätze werden angestrebt. Die nächste Spielzeit gilt als Übergang nach altem Modus.

Doch es gibt noch eine andere Option, und zwar schon für die kommende Saison. Möglicherweise ziehen die neun Zweitligisten das Projekt DEL II trotz der DEB-Drohungen durch. Angeblich haben nur Riessersee, Kaufbeuren und Rosenheim erklärt, nicht unter dem DEL-Dach spielen zu wollen - es würden also einige Startplätze in der Liga frei werden. Frankfurt, Kassel, Bad Nauheim und Halle dürften sich sofort melden. "Wir auch", versichert André Krüll.

Die Entscheidung fällt bald. Der DEB verlängerte die Meldefrist der neun Zweitligisten bis zum 7. Juni und erklärt: "Nach Ablauf der Meldefrist sieht sich der DEB gezwungen, nicht gemeldete Teams als nicht angeschlossene Organisationen einzustufen, da ihnen die rechtlich notwendige Anbindung an den DEB und damit an den Internationalen Eishockey Verband (IIHF) fehlt." Das würde den Icefighters einen "kalten" Aufstieg bringen. Wie wahrscheinlich das ist? Im Eishockey ist nichts unmöglich ...

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.06.2013

Uwe Köster

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