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Martin Tomczyk triumphiert im Audi-Oldie auf dem Lausitzring: „Dämon gekillt“

Martin Tomczyk triumphiert im Audi-Oldie auf dem Lausitzring: „Dämon gekillt“

Martin Tomczyk hat mit seinem Audi-Oldie zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen die Konkurrenz düpiert. Der Rennfahrer aus Rosenheim gewann auf dem Eurospeedway in der Lausitz in einem A4 2008er-Modell den vierten Saisonlauf zum Deutschen Tourenwagen Masters (DTM).

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Quelle: dpa

Schipkau. „Wir haben den Dämon vom Lausitzring gekillt“, sagte Tomczyk nach seinem ebenso überraschenden wie überlegenen Triumph am Sonntag. „Es war einfach unglaublich.“

„Das tut sehr gut“, verriet auch Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Dank dieses erneuten Kunststücks, der Schützenhilfe seines Markenkollegen Timo Scheider (Altach) mit Rang zwei und einer brillanten Boxenstoppstrategie konnte Tomczyk auch Mercedes-Rivale Bruno Spengler von der Spitze der DTM-Gesamtwertung verdrängen. Der Kanadier musste sich am Sonntag mit Rang drei begnügen. „Es fühlt sich schon verdammt gut an, mit einem Jahreswagen Führender zu sein“, jubelte Tomczyk. Nach vier von elf Läufen liegt er mit 30 Punkten knapp an der Spitze vor Spengler (29) und Scheider (19).

Vor zwei Wochen schon hatte Tomczyk im österreichischen Spielberg im Altwagen zum ersten Mal triumphiert. Nun wiederholte der Bayer diesen Coup auf einer Strecke, die ihm und Audi eigentlich nicht liegt: Die vergangenen fünf Jahre hatte hier immer Mercedes gewonnen. Nach 52 Runden (180,856 Kilometer) überquerte er in 1:10:52,902 Stunden als ungefährdeter Sieger die Ziellinie. Tomczyk glückten damit in seiner langen DTM-Karriere erstmals zwei Erfolge hintereinander. Scheider wies 5,436 Sekunden Rückstand auf; Spengler benötigte 14,300 Sekunden mehr.

Der von der Pole Position gestartete Spengler verteidigte die Führung zunächst problemlos. Allerdings sorgte Tomczyk schon auf den ersten zwei Runden für Furore: Der von Rang vier ins Rennen gegangene Audi-Pilot kassierte erst seinen Markenkollegen Mattias Ekström. Der Schwede konnte sich wegen eines schlechten Reifendrucks nicht wehren. Dann überlistete Tomczyk in einer Kurve auch noch Mercedes-Rivale Jamie Green und preschte auf den zweiten Platz hinter Spengler vor.

Dank einer perfekten Strategie überholte Tomczyk nach dem ersten Boxenstopp sogar Spengler. Der Mercedes-Mann war zwei Runden vor dem Bayern zum Reifenwechsel abgebogen und dabei 0,5 Sekunden länger gestanden. Dies reichte Tomczyk, um nach dem 16. Umlauf denkbar knapp vor dem Kanadier auf den 3,478 Kilometer langen Kurs zurückzukehren. Kontinuierlich konnte sich der Audi-Pilot absetzen. Nachdem auch Scheider seinen ersten Pflichtstopp absolviert hatte, lag Tomczyk deutlich in Führung.

Der erneut perfekte zweite Reifenwechsel bei Audi brachte dann auch noch Scheider auf Rang zwei. „Ich kann nur Danke sagen“, bewertete Scheider seinen Vorstoß von Startposition neun glücklich. Spengler musste quasi kampflos seine Position und damit auch die Gesamtführung abgeben. „An manchen Tagen ist es etwas schwieriger“, sagte der Kanadier leicht frustriert. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug meinte: „Jede Serie findet leider mal ein Ende: Nach fünf Siegen in Folge und insgesamt neun ersten Plätzen bei elf Rennen am Lausitzring waren wir heute nicht schnell genug zum Gewinnen.“

Ralf Schumacher hatte wegen seines völlig verhagelten Qualifyings keine Chance auf den dritten Podestplatz in dieser Saison. Der Mercedes-Pilot aus Kerpen konnte sich von Startplatz 17 nur auf Rang 12 vorarbeiten und verpasste damit deutlich die Punkte.

Tom Kirstensen überzeugte dagegen bei seinem DTM-Comeback für Audi. Der Däne, der den beim Langstreckenklassiker Le Mans vor einer Woche schwer verunglückten Mike Rockenfeller (Altnau) für diesen Lauf ersetzte, wurde Siebter.

dpa

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