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Marvin Kirchhöfers neues Ziel: Der Leipziger will über die GP3 in die Formel 1

Marvin Kirchhöfers neues Ziel: Der Leipziger will über die GP3 in die Formel 1

Marvin Kirchhöfer hat nicht nur den Tunnelblick für seine Sport-Karriere, wo der Rennpilot als Neuling im ATS Formel 3 Cup führt. Der 19-Jährige engagiert sich auch für das Myelin-Projekt Leipzig, dessen Junior-Schirmherr er ist.

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Hoffen auf den Weg in die Formel 1: Der erfolgreiche Leipziger Formel-3-Pilot Marvin Kirchhöfer und sein Vater, Betreuer und Sponsor Uwe Baade.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Das ist nicht selbstverständlich für d a s Ausnahme-Talent im deutschen Automobil-Rennsport. Zudem läuft auch seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Markranstädter Firma Nussbaum-Hydraulik derart gut, dass Kirchhöfer trotz zahlreicher sportlicher Verpflichtungen für seine Ausbildung wohl keine Verlängerung braucht.

Eigentlich wäre jetzt in der Sommer-Rennpause Zeit, mal die Füße hochzulegen. Denn er führt die Gesamtwertung mit 277 Punkten souverän an. Ihm folgen seine Lotus-Teamkollegen Artem Markelov (Russland/192) und Emil Bernstorff (Großbritannien/183). Doch Ruhe gönnt sich Kirchhöfer nicht. Drei Tage in der Woche arbeitet der Rennpilot in der Leipziger Medica-Klinik an der Fitness. Die Betreuer Jens Rex, Horst Werner und Jan Paule Günther, Leipziger Bundesliga-Volleyballer, kennen beim Training keine Gnade. "Das ist kein Problem, ich will mich verbessern", sagt Kirchhöfer. Er gibt aber zu, nach drei bis vier Wochen unter Entzugserscheinungen zu leiden. "Ich freue mich dann wieder aufs Auto." Der Leipziger ist froh, dass Freundin Lydia (18) so viel Verständnis für den Sport aufbringt. "Sie ist bei fast allen Rennen dabei, sodass wir nicht so oft getrennt sind."

Trotz des bisher souveränen Auftritts fühlt er sich noch nicht als Saisonsieger. "Ich habe bereits nach den ersten drei Rennen gemerkt, wie sich die super Zusammenarbeit mit den Ingenieuren und dem gesamten Team auszahlt. Aber es ist ja nicht gesagt, dass das automatisch so weiterläuft. Was wir bisher erreicht haben, ist eine große Motivation für mich, sodass ich mich nicht mehr mit zweiten oder dritten Plätzen zufriedengebe." Als größte Gegner für die vier Rest-Wochenenden (12 Rennen) sieht er seine Lotus-Kollegen Markelov und Bernstorff an. Das Verhältnis zu ihnen schätzt der Spitzenreiter als normal ein. "Auf der Strecke sind sie Gegner wie jeder andere. Klar ist: Zweikämpfe sind erlaubt, aber keine Berührungen zwischen den Lotus-Autos. Ausfälle dürfen nicht riskiert werden." Der nette Sportler ist er dann nicht mehr. "Ich kämpfe mit allen Mitteln, aber fair um den Sieg, muss Egoist sein. Es sind alles Konkurrenten, die ich besiegen muss, um nach ganz oben zu kommen."

Auf dem Weg zur Formel 1 soll 2014 der Aufstieg in die Kategorie GP3 folgen. "Diese Rennen gehören zum Rahmenprogramm der Formel 1. Mit starken Auftritten gegen starke internationale Konkurrenz kann Marvin die großen Teams auf sich aufmerksam machen", weiß sein Vater Uwe Baade, der mit seinem Autohaus zu den Sponsoren des Supertalents gehört. Der 49-Jährige sieht sich aber auch als Berater und Betreuer seines Juniors an. Um die Klasse GP3 zu ermöglichen, muss der Etat für Kirchhöfer gegenüber der Formel 3 verdoppelt werden - harte Arbeit für Baade und Jens Werner aus dem Management Kirchhöfers.

Baade gibt zu, manchmal um seinen Filius besorgt zu sein. Das passiere meistens beim zweiten Wettbewerb des Wochenendes, bei dem die Piloten in umgekehrter Reihenfolge der Plätze des ersten starten. "Dann geht Marvin auf Verfolgungsjagd, was bei der fehlenden Qualität einiger Fahrer schon zu kritischen Situationen führte. "

Sonnabend, 11 Uhr, Sportplatz SV Tapfer, Torgauer Straße: Olympisches Familienfest des Myelin-Projektes mit Fußball- und Volleyball-Turnier, Kinder-Olympiade, Autogrammstunden mit Schirmherrin Heike Drechsler und Marvin Kirchhöfer. Eintritt: 3 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2013

Norbert Töpfer

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