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Mehr als 8500 Läufer beim Leipzig-Marathon am Sonntag erwartet

Auch Rio-Olympiasieger am Start Mehr als 8500 Läufer beim Leipzig-Marathon am Sonntag erwartet

Der Rio-Goldmedaillengewinner im Triathlon startet beim Leipzig-Marathon: Martin Schulz nimmt am Sonntag die Zehn-Kilometer-Strecke in Angriff. Bei dem Laufevent werden auf den verschiedenen Distanzen mehr als 8500 Teilnehmer erwartet.

Johannes Kleinsorg, Martin Schulz, Michael Mamzed und Heiko Rosenthal sind voller Vorfreude auf den Leipzig-Marathon am Sonntag.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Martin Schulz startet beim Leipzig-Marathon! Nein – hier ist nicht der Kanzlerkandidat der SPD gemeint, sondern Leipzigs Sportler des Jahres. Der 27-jährige (Para-)Triathlet ist amtierender Welt- und Europameister, im vergangenen September gewann er bei den Paralympics in Rio Gold im Triathlon. Nach seinem grandiosen Triumph an der Copacabana ist das Leipziger Laufevent am Sonntag der erste richtige Wettkampf für Schulz. 2013 lief er bereits die vier Kilometer für einen guten Zweck, am Sonntag sind es zehn.

„Für ganz vorn wird es nicht reichen“, schätzt er seine Chancen ein. „Wer mich kennt, weiß aber, dass ich den Ehrgeiz habe, um die Strecke nicht einfach nur abzujoggen.“ Allerdings weilte der Leipziger bis vor Kurzem im Trainingslager auf Mallorca. „Die Spritzigkeit fehlt noch etwas, aber bis Sonntag bleibt mir noch Luft“, gibt sich der Athlet entspannt. Als Zielzeit setzt er sich 33 Minuten.

Starter aus mehr als 70 Nationen

Der Leipzig-Marathon ist das erste von vielen Events im Wettkampfkalender des Rio-Goldjungen. Bei EM und WM will er seine Titel verteidigen. Nebenher startet der Triathlet in der Bundesliga für das Bike24-Team des SC DHfK. Der Frühjahrsklassiker in seiner Wahlheimat Leipzig gehört für den Ex-Döbelner zu den Highlights: „Ich verfolge den Marathon schon seit vielen Jahren und bin sehr froh, dass es dieses Jahr passt. Das wird eine super Veranstaltung“, ist er sich sicher. Neben Martin Schulz schnüren am Sonntag mehr als 8500 Teilnehmer auf vielen verschiedenen Distanzen die Laufschuhe. „Es ist das größte Breiten- und Freizeitsportfest, das wir haben“, sagt Bürgermeister Heiko Rosenthal stolz.

Streckenplan: Der 41. Leipzig Marathon führt die Läufer vom Sportforum quer durch die Stadt. Marathon-Starter müssen die Runde zweimal absolvieren.

Quelle: Leipzig Marathon

Johannes Kleinsorg, Chef der Stadtwerke, pflichtet ihm bei: „Das ist einer der Höhepunkte für unsere sportbegeisterte Stadt.“ Die Veranstaltung zieht nicht nur Sportler aus der Region an. „Man kann mit Fug und Recht behaupten: Die Welt ist zu Gast in Leipzig“, erklärt Michael Mamzed, Geschäftsführer des ausrichtenden Stadtsportbundes. Athleten aus 70 Nationen stehen auf der Startliste – von Australien bis Simbabwe sei alles dabei. „Neben der Internationalität freut es uns besonders, dass unser Marathon generationenübergreifend Sportler anspricht“, so Mamzed weiter. Die Altersspanne reicht von 3 bis 90 Jahren. Ältester „Marathoni“ ist der Leipziger Jochen Kriegeskorte (SG LVB), der in diesem Jahr seinen 76. Geburtstag feiert. Dass das Alter nur eine Zahl ist, beweist Edith Kasek: Mit bald 90 Jahren geht sie über vier Kilometer an den Start.

Top-Favorit aus Polen

Am beliebtesten bei den Teilnehmern sind nach wie vor der Halbmarathon (2600 Anmeldungen) und die Zehn-Kilometer-Distanz (1650). An die „Königsdisziplin“ Marathon wagen sich am Sonntag etwa 800 Läufer. Mit Maik Willbrandt und Robert Klein (beide SC DHfK Leipzig) gehören zwei Lokalmatadoren zu den Mitfavoriten. Willbrandt, der 2015 Marathon-Vierter wurde, sieht realistische Chancen auf einen Podiumsplatz: „Ich bin gut vorbereitet und fühle mich fit. Mein Ziel ist es, unter 2:30 Stunden zu laufen.“ Siegchancen sieht er mit dieser Zeit nicht – Grund dafür ist Bartosz Olszewski. Der Pole geht als Top-Favorit auf die 42,195 Kilometer lange Strecke. 2015 wurde er beim Leipzig-Marathon Zweiter, lief persönliche Bestzeit. Zudem gewann Olszewski bereits mehrere Marathons.

Bei den Frauen steht ein großer Zweikampf an: Vorjahressiegerin Laura Clart trifft auf Juliane Meyer, die 2015 triumphierte. Die zwei kennen sich, starten beide für den DHfK. „Ich habe großen Respekt vor Laura, das wird ein ganz enges Duell. Es wird diejenige gewinnen, die den besseren Tag erwischt“, ist Juliane Meyer überzeugt.

Von Simon Ecker

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