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Meuselwitz hofft auf 3000 Fans gegen Hannover

Meuselwitz hofft auf 3000 Fans gegen Hannover

Mitten in der Regionalliga-Terminhatz steigt am 21. Mai das Spiel des Jahres für den ZFC Meuselwitz: Hannover 96 tritt um 18 Uhr in der Bluechip-Arena an. Die Antrittsgage für den Bundesligisten haben Sponsoren übernommen, sodass die Einnahmen für den Ausbau des Stadions verwendet werden können.

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Hubert Wolf

Quelle: Andreas Doering

Leipzig. ZFC-Präsident Hubert Wolf hofft auf 3000 Zuschauer und ein Plus von 40.000 Euro. Die werden für einen neuen Trainingsplatz gebraucht, für Umzäunung, Beregnungsanlage, Rasentragschicht und Parkgelegenheit. Wolf bezeichnet die Partie gegen die in Bestbesetzung anreisende Slomka-Elf als "absolutes Highlight der Saison, nachdem wir das Pokal-Halbfinale gegen Erfurt leider vermurkst haben". Im diesmal verpassten DFB-Pokal kickte der ZFC einst gegen Köln und Hertha, nun kommt zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte ein Erstligist nach Meuselwitz. "Da wollen wir natürlich sportlich Paroli bieten", sagt Wolf.

Doch die Mannschaft von Trainer Holm Pinder kriecht auf dem Zahnfleisch. Das Mammut-Programm verursachte den Ausfall vieler Stammkräfte (Gasch, Weinert, D. Müller, Latowski, Kotowski, Starke), und Hannover wird das fünfte Spiel binnen elf Tagen sein - Irrsinn und Stress pur. Am vergangenen Sonnabend gab's ein Heim-0:0 gegen Neustrelitz, am Dienstag ein 1:2 in Plauen, heute Abend geht's nach Torgelow und am Pfingstsonntag noch zum 1. FC Lok (14.30 Uhr, Plache-Stadion).

"Aber wir regen uns nicht über die Termine auf, sondern bringen die Saison vernünftig zu Ende", meint Wolf. Der anvisierte vierte Platz in der Regionalliga ist nach dem Abrutschen auf Rang sechs zwar kaum noch drin, doch der Präsident gibt sich versöhnlich. "Angesichts des Verletzungspechs können wir mit allem leben, was kommt."

Wolf schränkt indes ein: "Am Sonntag bei Lok möchten wir uns nicht vorführen lassen." Er wünscht den Probstheidaern, dass sie die Insolvenzgefahr bannen. "Ich hoffe, dass Lok eine Zukunft hat, auch weil wir zuschauerträchtige Gegner brauchen, allerdings wirtschaftlich stabile." Denn Wolf ist auch ein bisschen sauer, dass Konkurrent Lok über seine Verhältnisse gelebt hat: "Es ist nie gut, wenn ein Verein mehr ausgibt als er einnimmt."

RB Leipzig wünscht er eine erfolgreiche Relegation. "Der Meister sollte prinzipiell aufsteigen dürfen." Verschwinden die Roten Bullen aus der Liga, steigen zudem die Meuselwitzer Chancen, erstmals unter die besten Drei zu kommen. "Wenn wir uns wie geplant verstärken können, ist das möglich", glaubt Wolf, der bereits Benjamin Boltze aus Magdeburg verpflichtet hat. Von Aufstiegs-Ambitionen spricht er jedoch nicht. Der ZFC werde seinem Amateur-Konzept treu bleiben: "Profi-Fußball hat in der vierten Liga nichts zu suchen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2013

Steffen Enigk

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