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Millionenspiel für Energie Cottbus in Duisburg - Beim einem Sieg lockt Europa

Millionenspiel für Energie Cottbus in Duisburg - Beim einem Sieg lockt Europa

Es winken weitere Millionen und sogar der Trip nach Fußball-Europa: Auch ohne den wichtigen Stürmer Emil Jula will der FC Energie seinen Pokallauf mit dem Final-Einzug krönen.

Cottbus. „Wir fahren mit breiter Brust nach Duisburg und hoffen, dass wir die Sensation schaffen“, sagte der Cottbuser Top-Torjäger Nils Petersen vor dem Halbfinal-Duell an diesem Dienstag (20.30 Uhr/ARD/Sky) beim Zweitliga-Kontrahenten MSV. Die Hoffnung auf eine schnelle Genesung von Jula, der am Oberschenkel verletzt ist, hat sich zerschlagen: „Jula hat nicht trainiert, er kann nicht spielen“, sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz am Montag nach dem Abschlusstraining der Lausitzer.   

An seinem taktischen System mit zwei Stürmern aber will Wollitz in Duisburg festhalten. Der Chinese Jiayi Shao könnte als „Spieler, der um Petersen herum agiert“, zum Zuge kommen. Mittelfeldmann Rok Kronaveter dürfte neu ins Team rücken. Grünes Licht gab Verteidiger Daniel Ziebig nach Magen-Darm-Problemen: „Es ist alles in Ordnung. Ich kann spielen.“ Unabhängig von allen Personal- und Taktik-Debatten verkündete Wollitz einen Tag vor dem vorläufigen „Spiel der Saison“ nochmals entschlossen: „Unser großes Ziel ist es, am 21. Mai in Berlin mitspielen zu dürfen.“

Energie würde bei einem Erfolg in der mit mehr als 30 000 Zuschauern ausverkauften Duisburger Arena zum zweiten Mal nach 1997 ins Pokalfinale einziehen. „Wir sind sehr stolz, im Halbfinale zu stehen. Das ist schon etwas ganz Besonderes, auch weil der DFB-Pokal in den letzten Jahren deutlich aufgewertet worden ist“, sagte Wollitz. Schon jetzt hat der Club rund vier Millionen Euro aus dem nationalen Cupwettbewerb eingenommen. Im Finale warten dann 2,5 Millionen Euro auf den Sieger und 2 Millionen auf den Verlierer.

Der Gewinner des Halbfinals steht im Berliner Olympiastadion Titelverteidiger und Rekordsieger Bayern München oder Schalke 04 gegenüber, die einen Tag später den zweiten Finalteilnehmer ermitteln. Schafft Bayern den Sprung ins DFB-Pokalendspiel und über die Liga wieder in die Champions League, darf der Final-Kontrahent in der Europa League ran. „So eine Chance bekommt man als Zweitligist nicht so oft“, betonte Chefcoach Wollitz, der 1996 als Spieler Cupsieger mit dem 1. FC Kaiserslautern war. „Entscheidend wird sein, wer mental stärker ist. Wir müssen unsere Art Fußball durchbringen und schnelle Abschlüsse suchen.“

„Die Anspannung ist deutlich zu spüren. Aber die Freude überwiegt bei weitem“, beschrieb Marc-André Kruska die Situation der Cottbuser, die am Montag in Krefeld Quartier bezogen. Wie sein Energie-Kollege Markus Brzenska erlebte der Cottbuser Kapitän 2008 schon mit Borussia Dortmund den speziellen Kick eines Pokalendspiels (1:2 gegen Bayern München), wenn auch nur von der Bank. „Unsere Mannschaft hat in dieser Saison schon oft bewiesen, dass sie auf den Punkt genau ihre Qualitäten zeigen kann“, betonte Wollitz. MSV-Kollege Milan Sasic hat Respekt: „Energie hat eine Alles-oder-Nichts-Mannschaft, die mit hohem Risiko nach vorn spielt.“

Jens Mende und Wolfgang von der Burg, dpa

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