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Mit Bronze-Auge davongekommen - Hausding bei EM erfolgreich

Mit Bronze-Auge davongekommen - Hausding bei EM erfolgreich

Es bleibt dabei: Die deutschen Wasserspringer holen bei der Heim-EM in Rostock in jeder Disziplin eine Medaille. Dennoch zog gestern nach dem Bronze-Rang von Vorkampfsieger Patrick Hausding vom 3-m-Brett etwas Ernüchterung in der Neptun-Halle ein.

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Patrick Hausding zeigt nach dem Männer-Finale vom Drei-Meter-Brett seine Medaille.

Quelle: Jens Büttner

"Wir wollen endlich unsere Hymne hören", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Der Berliner Hausding bot in seiner Schokoladen-Disziplin eine ungewohnt wackelige Vorstellung. Alle vier Anläufe misslangen. "Die Kampfrichter waren gnädig, ich bin mit einem bronzenen Auge davongekommen", sagte der 24-Jährige, der die Überlegenheit des nicht fehlerfreien Olympiasiegers Ilja Sacharow (Russland) anerkannte. Im Turm-Synchronspringen gab es durch Maria Kurio/Julia Stolle (Berlin) ebenfalls Bronze.

Hausding hat in den vergangenen Jahren zweimal europäische Wasserspringer-Geschichte geschrieben. Zum einen mit Sascha Klein (Dresden) - beide sind fünf Mal in Folge Synchron-Europameister vom Turm, morgen soll der sechste Streich folgen. "Das wäre fantastisch, es wird aber kein Selbstläufer, denn Sascha war lange verletzt, springt erst seit wenigen Wochen vom Turm", warnt der Berliner vor übertriebenen Gold-Erwartungen.

Geschichte schrieb er aber vor allem solistisch, als er 2010 in Budapest als erster Springer fünf EM-Medaillen in einer Woche abräumte. Daran kann er in Rostock nicht gemessen werden, denn er ist "nur" viermal am Start. Der vierte Einsatz am Sonntag vom Turm war nicht mal geplant. Doch er stellt sich in den Dienst des Teams, da Klein und Martin Wolfram vom Turm noch nicht fit sind. Hausding selbst hatte sich nach den Olympischen Spielen in einer dreimonatigen Reha und ohne Operation von seinen ständigen Knie-Problemen befreit, wobei Trainer Jan Kretzschmar betont: "Wir befürchten, dass bei einem Knorpelschaden der Schmerz irgendwann wiederkommt."

Die Erfolgs-Story mit den fünf Medaillen zu wiederholen oder gar eine sechste im Teamwettbewerb hinzuzufügen, bleibt aber Thema. Denn von den drei Heim-EM in Folge findet die nächste 2014 vor Hausdings Haustür in Berlin statt. "Darauf werde ich mich intensiv vorbereiten, dann findet auch keine WM gleich im Anschluss statt." Er hofft, dass die drei Titelkämpfe daheim (2015 ist wieder Rostock an der Reihe) das Interesse am Wasserspringen nachhaltig steigern. Die Neptun-Halle ist zwar bislang bei weitem nicht ausverkauft, was auch am optimalen Strandwetter liegt. Aber das Fernsehen überträgt fast täglich live.

Der Zeitplan will es so, dass Hausding nach zwei Ruhetagen vier Tage in Folge an der Reihe ist. "Zum Glück gibt es bei der EM keine Halbfinals, dadurch hält sich die Gesamtbelastung in Grenzen." Dennoch fühlte er sich gestern schlapp. Im Synchronspringen mit dem Leipziger Stephan Feck soll es heute besser laufen, wobei die Russen nach dem gestrigen Doppelsieg die klaren Favoriten sind. Frank Schober

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2013

Frank Schober

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