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Mit Säbel, Degen oder Florett: Die Fecht-EM startet am Wochenende in Leipzig

Mit Säbel, Degen oder Florett: Die Fecht-EM startet am Wochenende in Leipzig

Eleganter Kampfsport ist ab Samstag an der Pleiße zu sehen: Bei der Europameisterschaft im Fechten wird vom 17. Juli bis zum 22. Juli in der Arena Leipzig um Edelmetall gekämpft.

Leipzig. Unter den 25 Sportlern der deutschen Fecht-Nationalmannschaft, die in Leipzig dabei sind, finden sich einige Titelaspiranten.

Eine der Top-Favoritinnen ist Britta Heidemann. Sie wurde 2007 Weltmeisterin mit dem Degen, gewann Gold bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 und wurde im vergangenen Jahr Europameisterin. Die Olympia-Siegerin versucht aber übertriebenen Erwartungen vor dem kontinentalen Wettkampf entgegenzuwirken. „Als Fechterin kann ich nicht sagen: Der Titel muss es sein. Da gibt es einen Unterschied zu anderen Sportarten", sagt Heidemann am Donnerstag gegenüber LVZ-Online. Gerade bei diesem Turniermodus könne man schon früh auf einen sehr starken Gegner treffen. „Eine Medaille wäre schon toll."

Ob es ein Vorteil ist vor heimischem Publikum zu fechten? „Ich empfinde es zumindest nicht als besonderen Druck. Ich habe immer schon versucht, mich unabhängig vom Austragungsort zu machen. Aber bei den Olympischen Spielen in Peking zum Beispiel hat die Unterstützung des Publikums wohl auch nicht geschadet", sagt die 27-Jährige. Sie steckte vor zwei Jahren noch im Studium der Regionalwissenschaften Chinas. Dies war neben ihren fließenden Chinesisch-Kenntnissen ein Grund, weshalb sie im Reich der Mitte zu einem gefeierten Star avancierte und vom Publikum lautstark angefeuert wurde.

Peter Joppich freut sich regelrecht auf den Heimbonus. „Ich kann mich noch gut an die Weltmeisterschaft 2005 in Leipzig erinnern", sagt der dreimalige Weltmeister mit dem Florett gegenüber LVZ-Online. „Es war eine Bombenstimmung in der Halle. Die Leute haben mich angefeuert und so auch ein Stück weit getragen." Das Ergebnis: ein hart erkämpftes Bronze mit der Mannschaft. Deshalb hoffe er, dass auch in diesem Jahr viele Leute in die Arena kämen.

Doch auch er gibt keine Prognosen über sein Abschneiden ab. Da es aufgrund des Turniermodus keine Gesetzten gebe, könne man schon im ersten K.O.-Gefecht auf einen anderen Favoriten treffen. „Dann kann der Wettbewerb auch ganz doof laufen", sagt der 27-Jährige. Außerdem hatte er vor kurzem noch Uni-Prüfungen. Diese Doppelbelastung habe sich natürlich auch auf die Vorbereitung ausgewirkt, die somit nicht ideal gewesen sei.

Die Europameisterschaft stößt schon vor Beginn in neue Dimensionen vor: 40 Nationen haben insgesamt 425 Fechter für das Turnier gemeldet. So viele Nationen seien bei einem kontinentalen Wettbewerb noch nie gestartet, hieß es auf der Homepage des Deutschen Fechter-Bunds. Zudem meldeten 80 Teams für die Mannschaftsentscheidungen.

Das scheint auch die Zuschauer zu interessieren. „Die Resonanz ist bisher sehr gut", sagt Manfred Kaspar, Delegationsleiter der deutschen Fecht-Nationalmannschaft. Das hänge natürlich auch mit den deutschen Erfolgen der letzten Jahre zusammen. Auf solche hoffen wahrscheinlich auch die Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Sender: ARD und ZDF zeigen Turnier-Ausschnitte und sogar Live-Berichte aus der Arena. Für Kaspar ist das wichtig, damit diese „Orchideensportart", wie er sie nennt, von der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird.

Eintrittskarten sind für sechs Euro direkt an der Tageskasse der Arena Leipzig, Am Sportforum 2, erhältlich oder über das Internet unter ticketverkauf@arena-ticket.com.

 

Michael Dick

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