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Mönchengladbach clever weiter: 3:1 in Aue

Mönchengladbach clever weiter: 3:1 in Aue

Mit Cleverness in Runde zwei: Borussia Mönchengladbach hat die Pokal-Hürde FC Erzgebirge Aue übersprungen und kann dem Bundesliga-Start am kommenden Wochenende entspannt entgegensehen.

Aue/Leipzig. Am Samstagabend kamen die Borussen beim Zweitliga- Aufsteiger zu einem 3:1 (1:0)-Erfolg. Michael Bradley (38.), Mohamadou Idrissou (64.) und der überragende Marco Reus (86.) schossen die Schützlinge von Trainer Michael Frontzeck zu einem verdienten Sieg. Für Aue hatte Jan Hochscheidt in der 48. Minute vor 12 652 Zuschauern den vorübergehenden Ausgleich markiert.

„Wir wussten, was uns in Aue erwartet. Wir haben es nicht locker geschafft, aber wir sind weiter“, sagte Idrissou und Reus ergänzte: „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung. Mir persönlich hat nicht so gefallen, dass wir spielerisch vor allem in der ersten Halbzeit Probleme hatten. Am Ende war unser Sieg aber in Ordnung.“   

Aue, personell schon vor Saisonstart arg gebeutelt und deshalb mit vier Nachwuchsspielern auf der Ersatzbank, wollte die Gäste mit den ureigenen Stärken wie Härte und Kampfkraft beeindrucken. Das gelang zumindest eine halbe Stunde lang. Die Gastgeber waren feldüberlegen, nach vorn ging aber wenig. Wie in den Vorbereitungsspielen offenbarten die „Veilchen“ fehlende Durchschlagskraft im Angriff, so dass in der ersten Halbzeit nicht eine Chance zu Buche stand.

Die Borussen waren von Frontzeck sehr gut auf das zu erwartende Kampfspiel eingestellt. Sie nahmen die Herausforderung an, hielten dagegen und kamen zum Ende der ersten Hälfte zu verheißungsvollen Angriffen. Nachdem Neuzugang Idrissou in der 35. Minute mit einem Kopfball das von Martin Männel gehütete Auer Tor nur um Zentimeter verfehlt hatte, traf Bradley drei Minuten später nach einer schönen Kombination. Vorausgegangen war ein kapitaler Abspielfehler von Skerdilaid Curri im Spielaufbau im Mittelfeld.    

Nach dem Wechsel überraschten die Gastgeber den Bundesligisten mit einem schnellen Angriff. Nach Flanke von Curri stand Hochscheidt frei und köpfte zum umjubelten Ausgleich ein. Danach nahmen sich beide Teams Zeit, sich neu zu sortieren. Das Geschehen spielte sich zum Großteil zwischen den Strafräumen ab, keiner wollte ein unkalkulierbares Risiko eingehen.    

Erst als Aue nach 62 Minuten durch René Klingbeil eine Großchance vergab - Roel Brouwers rettete auf der Linie - zog das Spiel wieder an. Im Gegenzug scheiterte zunächst Reus an Männel, doch die Gladbacher setzten nach und im dritten Versuch stocherte Idrissou den Ball über die Linie. Danach zeigten die Gäste ihre Klasse, erarbeiteten sich mehrere gute Möglichkeiten und brachten vor allem dank der Überlegenheit im Mittelfeld den Erfolg über die Zeit.

„Gladbach hat die Tore gemacht, wir nicht. Das hat am Ende den Ausschlag gegeben. Aber der Sieg der Borussia war verdient“, schätzte Aues routinierter Mittelfeldmann Oliver Schröder ein.

Gerald Fritsche, dpa

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