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Muhammad Alis Besuch in Leipzig: „Eine wundervolle Stadt“

Zum Tod der Box-Legende Muhammad Alis Besuch in Leipzig: „Eine wundervolle Stadt“

Er war 2003 der erste ausländische Sportler, der sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen durfte. Muhammad Ali unterschrieb mit einem flammenden Herz. Erinnerungen an den unvergessenen Leipzig-Besuch der am Freitag mit 74 Jahren verstorbenen Box-Legende.

Mohammad Ali bei seinem Besuch 2003 im Leipziger Rathaus. Er unterstützte die Bewerbung für die Sommerspiele 2012 und wollte gerne das Olympische Feuer entzünden.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig.  „Leipzig ist eine wundervolle Stadt, und es ist schön, hier zu sein.“ Mohammad Ali konnte es am 28. November 2003 nicht selbst sagen. Der damals bereits schwer an Parkinson erkrankte 61-Jährige ließ seine Frau Lonnie Ali im Rathaus die Worte an die Messestadt übermitteln, die sich für die Olympischen Sommerspiele 2012 bewarb und die der dreifache Schwergewichts-Weltmeister dabei leidenschaftlich unterstützte.

Als erster ausländischer Sportler durfte sich Ali an diesem Freitagabend in das Goldene Buch der Stadt Leipzig eintragen. Die Box-Legende unterschrieb mit einem flammenden Herz.

 Mohammad Alis Eintrag im Goldenen Buch der Stadt Leipzig

Mohammad Alis Eintrag im Goldenen Buch der Stadt Leipzig.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Stadtsiegel und Leipzig-Buch als Geschenk

Mike de Vries, Geschäftsführer der Leipzig 2012 GmbH, hatte den Jahrhundertsportler damals eingeladen. „Wir alle fühlen den olympischen Gedanken, den Sie in sich tragen. Sie geben den Menschen hier und im ganzen Land Hoffnung, dass Leipzig die Olympischen Spiele 2012 kriegen kann“, bedankte er sich bei Ali, der am Abend zuvor in Hamburg einen „Bambi“ bekommen hatte.

Leipzigs 1. Bürgermeister Peter Kaminski reichte dem Ehrengast damals den Stift und übergab das historische Stadtsiegel sowie ein Leipzig-Buch als Geschenk. „Es ist uns eine große Ehre, dass Sie die Bewerbung begleiten und unterstützen“, zeigte er sich mehr als stolz über den Besuch des Sport-Idols. Mit einem Lächeln setzte sich Ali anschließend eine blaue Bewerbungs-Mütze mit dem Flammen-Logo auf. Danach war er noch in einer MDR-Talkshow in Leipzig zu Gast.

 Mohammad Ali im Leipziger Rathaus mit Mike de Vries, Geschäftsführer der Leipzig 2012 GmbH, seiner Frau Lonnie und Bürgermeister Peter Kamins

 Mohammad Ali im Leipziger Rathaus mit Mike de Vries, Geschäftsführer der Leipzig 2012 GmbH, seiner Frau Lonnie und Bürgermeister Peter Kaminski (von links).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Ali wollte Olympisches Feuer in Leipzig entzünden

Bereits im Sommer 2002 sprach sich Ali bei der Premiere seines autobiografischen Films „Ali“ in Riesa für die Olympischen Spiele in Leipzig aus. „Es wäre eine große Ehre für mich, wenn ich hier das Olympische Feuer entzünden dürfte“, sagte er. 1996 hatte der Amerikaner bereits in Atlanta als letzter Fackelträger die Spiele eröffnet. 2012 blieb es ihm verwehrt. Die Olympiade ging nach London. Alis Erinnerungen in Leipzig blieben.

Am Freitag starb der Mann mit dem flammenden Herz und dem legendären Motto „Float like a butterfly, sting like a bee“ (Schweben wie ein Schmetterling, stechen wie eine Biene) im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus bei Phoenix.

Von Robert Nößler

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