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Nach 36 Jahren: Schweriner Altmeister fiebern Heimspiel gegen SC DHfK entgegen

Nach 36 Jahren: Schweriner Altmeister fiebern Heimspiel gegen SC DHfK entgegen

Die Handballer von der DHfK Leipzig gastieren am Sonntag nach 36 Jahren erstmals wieder in Schwerin. Erwin Kaldarasch und Hannes Eichhorn fiebern dem Spiel besonders entgegen.

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Philipp Seitle und der SC DHfK treten am Sonntag beim SV Post Schwerin an. Es ist das erste Aufeinandertreffen der Traditionsklubs seit 36 Jahren.

Quelle: Christian Nitsche

Schwerin. Beide haben mit der DHfK 1966 den Europapokal der Landesmeister gewonnen. Den Sieg am Wochenende wünschen sie aber den Schwerinern.

Sie haben sich über 36 Jahre nicht gesehen. Entsprechend groß ist die Wiedersehensfreude. Die Schweriner Handball-Legenden Erwin Kaldarasch (71) und Hannes Eichhorn (67) fiebern dem Gastspiel des SC DHfK Leipzig am kommenden Sonntag (16 Uhr) beim SV Post Schwerin in der Sport- und Kongresshalle entgegen. „Das ist schon ein besonderes Gefühl, dem Verein wiederzubegegnen, mit dem man seine größten sportlichen Erfolge gefeiert hat“, sagt Eichhorn vor dem Auftritt der Leipziger bei Post Schwerin.

Kaldarasch und Eichhorn haben sowohl Leipziger als auch Schweriner Handball-Geschichte geschrieben. Beide standen 1966 in der Leipziger Truppe, die mit einem 16:14-Finalerfolg über Honved Budapest den Europapokal der Landesmeister in die sächsische Metropole holten. „Das bleibt, das verbindet für immer“, sagt Kaldarasch.

Für Nationalspieler Kaldarasch war der letzte große Triumph des Traditionsvereins so etwas wie ein Aufbruch. Ein Jahr später wechselte er nach dem Abschluss seines Sportstudiums ins Handball-Niemandsland Schwerin und machte die Sportart dort hoffähig. Drei Jahre später war Post Schwerin unter Trainer Kaldarasch erstklassig und blieb es bis in die Nachwendezeit hinein.

Das war jedes Jahr ein Kraftakt. „Aber wir haben es immer geschafft. Und das hat uns stolz gemacht“, meint Eichhorn, in den 1960er Jahren auch Nationalspieler. Er war Kaldarasch 1971 nach Schwerin gefolgt und ist seither aus dem Verein nicht mehr wegzudenken: Erst als Spieler, dann als international erfolgreicher Schiedsrichter und seit fast zwei Jahrzehnten als Chronist und Journalist.

Von den heutigen Akteuren hatte lediglich Post-Keeper Igor Levshin bereits das Licht der Welt erblickt, als sich Post und die DHfK das letzte Mal in einem Pflichtspiel gegenüber standen. Es war am 2. Februar 1975, als die Post-Handballer vor 5000 begeisterten Zuschauern einen 18:15-Sieg feierten. Für die Schweriner war dieser Erfolg gleichbedeutend mit dem Klassenverbleib in der DDR-Oberliga. Beim SC DHfK Leipzig hingegen gingen nach einem Beschluss der damaligen DDR-Sportführung am Saisonende die Lichter gänzlich aus.

Und erst gut zwei Jahrzehnte später wieder an. Inzwischen sind die Leipziger wieder in der 2. Liga angekommen und haben noch Größeres vor. Kaldarasch und Eichhorn freut dies, und sie drücken auch die Daumen. Nur am Sonntag nicht. Da sollen die Punkte in Schwerin bleiben. „Ich glaube, Post wird es knapp schaffen“, sagt Kaldarasch, der nach seiner Trainer-Karriere im In- und Ausland noch heute an der Volkshochschule englisch und französisch unterrichtet. Eichhorn hofft das auch: „Obwohl ich der DHfK beim Neueinstieg alles Gute wünsche, wünsche ich im direkten Vergleich einen Erfolg für Post Schwerin.“

Gert Glaner

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