Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Nach Derbysieg: Durchatmen bei Energie Cottbus - Eintracht wartet

Nach Derbysieg: Durchatmen bei Energie Cottbus - Eintracht wartet

Die Szene nach dem Aue-Spiel hatte Symbolcharakter. Energie-Cheftrainer Rudi Bommer lief nach dem Abpfiff mit aufgeblasenen Wangen durch den Spielertunnel und ließ hörbar Luft ab.

Voriger Artikel
GSVE Delitzsch gelingt Revanche gegen Stuttgart
Nächster Artikel
52. Weißer Bär geht nach 13:4-Sieg an Leipziger Jörg Fiedler

FC Energie Cottbus - FC Erzgebirge Aue am Samstag (25.2.2012) im Stadion der Freundschaft in Cottbus. Der Cottbuser Daniel Adlung (l.) und Aues Oliver Schröder im Zweikampf um den Ball.

Quelle: dpa

Cottbus. „Der Sieg fühlt sich richtig gut an und war auch verdient. Wir haben die ganze Woche im Training darauf hin gearbeitet“, sagte Energie-Cheftrainer Bommer, dem ein Stein vom Herzen fiel. Allerdings könnte die Freude bald verfliegen: Am kommenden Wochenende stehen die Lausitzer beim Aufstiegsaspiranten Eintracht Frankfurt vor einer kaum lösbaren Aufgabe.

Bis zu dem Erfolg gegen den Abstiegskandidaten Aue, bei denen auch der neue Trainer Karsten Baumann noch keine Berge versetzen konnte, stand die magere Energie-Bilanz für 2012 bei einem Punkt aus drei Spielen. Der FCE hatte seit dem 21. August 2011 daheim nicht mehr gewonnen und der letzte Sieg (1:0 in Bochum) lag schon über drei Monate zurück. Am Samstag gelang dem Tabellen-Elften der erste Dreier unter Bommer.

Entsprechend war die Stimmungsglage bei den Siegern. „Das war ganz wichtig für die Moral und die kommenden Wochen“, lobte Torschütze Dennis Sörensen sein Team und natürlich freute sich der Däne auch, dass er nach langer persönlicher Durststrecke wieder einmal getroffen hatte. Schmunzeln konnte auch Energies Top-Torjäger Dimitar Rangelow, der einen Elfmeter zu seinem 9. Saisontor verwandelte.

Der Treffer fiel kurios und saß erst im zweiten Versuch. Den ersten Strafstoß hielt Aues Keeper Martin Männel. Aber es gab eine Wiederholung, weil sich mehrere Spieler im Strafraum bewegt hatten. „Es war schon wichtig, in dieser Phase das 2:0 zu erzielen, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen“, bekannte der glückliche Schütze Rangelow.

Ein Sonderlob verteilte Bommer an Sörensen („eine unglaubliche Laufleistung“) und an seine Innenverteidiger Roger und Uwe Möhrle („Sie haben nichts anbrennen lassen“). In sein Lob bezog er auch ausdrücklich die Cottbuser Fans mit ein, bei denen er sich mit Beifall und erhobenem Daumen für die rückhaltlose Unterstützung bedankte.

Die Gemütslage bei Aue war natürlich eine völlig andere. „Uns ist es nicht gelungen, Drucksituationen aufzubauen, das hat Energie besser gemacht“, meinte Mittelfeldspieler Marc Hensel. „Jammern hilft nicht. Wir müssen die Leistung auf dem Platz bringen und uns dabei gegenseitig pushen“, appellierte Torhüter Männel an seine Mannschaftskameraden. Die Entlassung von Aue-Trainer Rico Schmitt unter der Woche und der Wechsel zu Baumann hatte noch nicht den gewünschten Effekt erbracht.

Baumann urteilte salomonisch: „Mit einem Sieg in Cottbus wären wir noch nicht gerettet gewesen, mit  der Niederlage sind wir aber noch längst nicht abgestiegen. Wir werden weiter hart arbeiten.“ Aue will am kommenden Wochenende daheim gegen den FSV Frankfurt unbedingt punkten, während der FCE bei der Eintracht die ungleich schwerere Aufgabe hat.

Wolfgang von der Burg, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.