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Nach Oberhof-Aus: Kombinierer Edelmann geknickt

Nach Oberhof-Aus: Kombinierer Edelmann geknickt

Tino Edelmann ist geknickt. Der nordische Kombinierer aus Zella-Mehlis fühlt sich um einen Saisonhöhepunkt betrogen. Das kürzlich verkündete Aus für den Weltcup der Kombinierer in seiner Heimat Oberhof kann Edelmann nicht verstehen.

Fichtelberg. „Es war stets der Weltcup mit den meisten Zuschauern und der besten Stimmung. Zu Hause zu starten, war immer etwas besonderes. Nun habe ich nur noch einen Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaften in Oslo“, sagte Edelmann beim ersten Sprungtraining für die kommende Saison im fränkischen Fichtelberg.

Nachdem zunächst zu hohe TV-Produktionskosten als Grund für die Absage an Oberhof im Gespräch waren, erklärte nun der Deutsche Skiverband (DSV), dass in der Nordischen Kombination im kommenden Winter keine zusätzlichen Einnahmen aus internationalen TV- Lizenzgebühren und Vermarktungserlösen zu erwirtschaften seien. „So sehr wir die Entscheidung aus sportlicher Sicht auch bedauern - kaufmännisch betrachtet ist sie absolut sinnvoll“, betonte DSV- Marketing-Chef Stefan Krauss.

Für Edelmann wie für den gesamten deutschen Kombinierer-Tross ist das nur ein schwacher Trost. Immerhin gab es vor noch nicht all zu langer Zeit mindestens drei Weltcups im Rahmen des Deutschland-Grand- Prix. „Daheim zu starten ist immer eine besondere Motivation. Klar ist auch Schonach als Heim-Weltcup wunderbar, aber als Thüringer in Thüringen zu starten, ist eben immer noch etwas anderes“, sagte der 25-Jährige.

Trotz der Enttäuschung will Edelmann sich den neuen Herausforderungen stellen. „Ich treibe unheimlich gerne Sport, ich muss nicht überzeugt werden, mich zu schinden. Ich will noch mehr erreichen, vor allem bei Olympia. Bis dahin ist es nun aber noch eine Weile hin, da fehlt vielleicht eine Extra-Portion Motivation. Aber die WM in Oslo ist etwas Besonderes“, bemerkte der Staffel-Dritte von Vancouver.

In Oslo geht es für ihn darum, zwei Silbermedaillen von der WM in Liberec 2009 vielleicht noch zu veredeln. „Deshalb muss ich jetzt im Sommertraining versuchen, nicht schnell in alte Muster beim Springen zurückzufallen. Der Abstand zum Springen, den ich zwischen dem Saisonende und dem Beginn des Trainings gewonnen habe, muss ich nutzen, um so weit es geht neu anzufangen“, sagte der Sportsoldat, der mehr denn je Verantwortung im Team übernehmen muss.

Nur wenig Hoffnung macht sich Edelmann, dass sich das Standing der Kombination nach dem öffentlichen Hilferuf nach den Olympischen Winterspielen verbessert. „Walter Hofer ist nun nicht mehr Chef der Kombinierer, das ist eine Konsequenz. Als Athleten haben wir aber auf Entscheidungen des Weltverbandes wohl keinen Einfluss“, bemerkte der Kombinierer.

dpa

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