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Nerven versagen: Meister Thüringer HC scheidet im Pokalhalbfinale aus

Nerven versagen: Meister Thüringer HC scheidet im Pokalhalbfinale aus

Ein Freitagabend-Krimi hätte nicht spannender sein können: In einem bis zur letzten Minute dramatischen Duell schied der Thüringer HC am Freitagabend im DHB-Pokal-Halbfinale in Hamburg mit 27:28 (24:24, 9:7) nach Siebenmeterwerfen gegen den VfL Oldenburg aus.

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Herbert Müller ist der Trainer des Thüringer HC.

Quelle: Hendrik Schmidt

Hamburg. Im letzten Versuch scheiterte Danick Snelder an VfL-Keeperin Julia Renner.

Das Team von Trainer Herbert Müller hat damit die Chance auf den ersten nationalen Titel der Saison verspielt. Trotz insgesamt 14 Paraden von Torhüterin Jana Krause und zwei gehaltenen Würfen im Siebenmeterwerfen vergab der THC leichtfertig den Einzug ins Finale. Die Torhüterin war am Boden zerstört und sagte: „Ich habe noch nie den Pokal gewonnen. Wir hatten heute einfach nicht die Nerven, die uns sonst ausmachen.“

Vor 2800 Zuschauern war Katrin Engel für den THC mit sechs Treffern in der Sporthalle Hamburg am erfolgreichsten. Nun trifft das Müller-Team im Spiel um Platz drei am Samstag auf die Füchse Berlin, die im anderen Halbfinale dem Buxtehuder SV deutlich mit 22:34 (12:16) unterlagen. „Aus dem Spiel müssen wir vor allem verletzungsfrei rauskommen und Kräfte für die letzten zwei Partien in der Meisterschaft schonen“, sagte Krause, die mit ihrem Team zumindest noch diesen Titel aus eigener Kraft holen kann.

THC-Coach Müller zeigte sich als fairer Verlierer, gratulierte jeder Oldenburger Spielerin persönlich. „Es war ein Kampf auf Augenhöhe. Aber wir waren vor allem in der ersten Halbzeit im Angriff nicht gut genug. Auch dass wir zu viele Siebenmeter verwerfen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, sagte er.

Müllers Trainer-Kollege Leszek Krowicki konnte sein Glück hingegen kaum fassen: „Wir haben gestern im Abschlusstraining noch einmal Siebenmeter geübt. Ich bin so stolz auf meine Mannschaft.“ Die Partie lebte zunächst von überragenden Torhüterinnen auf beiden Seiten sowie einem enormen Tempo. Der THC vergab ungewohnt viele Chancen im Angriff und lag nach einer Viertelstunde 2:4 zurück. Coach Müller wechselte gleich auf drei Positionen, aber sein Team fand einfach keine Mittel gegen die Oldenburger Abwehr und rannte auch nach 20 Minuten beim 3:6 einem Rückstand hinterher.

Jana Krause glänzte allein in der ersten Halbzeit mit zwölf Paraden. Beim 7:6 lagen die Thüringerinnen erstmals vorn und blieben bis zur Pause in Front. Nach 37 Minuten stand es 13:13. Weil Krause nun nicht mehr so viel zu fassen bekam wie im ersten Durchgang und Oldenburg mehr Durchschlagskraft bewies, geriet der THC mit 15:17 ins Hintertreffen. Dinah Eckerle kam nun ins Tor und bekam sofort den ersten Ball zu fassen. Zehn Minuten vor Schluss waren beide Teams wieder gleichauf. 24:24 hieß es in der 59. Minute. Müller nahm 24 Sekunden vor Schluss eine Auszeit, Kollege Krowicki sieben Sekunden vor dem Ende. Das Siebenmeterwerfen brachte die Entscheidung.

Anne Grimm

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