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Neue Harmonie bei RB Leipzig – Frahn: „Bin nicht eingeschnappt, wenn ein anderer trifft“

Neue Harmonie bei RB Leipzig – Frahn: „Bin nicht eingeschnappt, wenn ein anderer trifft“

Daniel Frahn widerstand dem Frost länger als sein Alpenkollege. „Niklas Hoheneder hat bei uns zuerst mit Mütze im Training gespielt“, verrät der Kapitän von RB Leipzig.

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Die RB-Spieler standen wie eine Wand in Magdeburg hinter ihrem Doppeltorschützen Timo Röttger. Der Mittelfeldspieler zeigte den Bördefans seine Narbe. In der vergangenen Saison war er beim FCM böse gefoult worden.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Jetzt zog aber auch der Stürmer nach und steht seit einigen Tagen mit Kopfbedeckung auf dem Platz. Sturmkollege Stefan Kutschke greift zu seinem Trick aus dem vergangenen Jahr. Um die Füße kommt Frischhaltefolie. „Da darf die Kälte nicht rein“, sagt der 24-Jährige.

Am Freitagabend müssen die Bullen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gegen die von Vasile Miriuta betreute zweite Mannschaft von Energie Cottbus auflaufen. An das letzte Heimspiel gegen die Lausitzer am 1. April haben die RB-Spieler keine guten Erinnerungen. Zwar schien damals die Sonne, am Ende stand aber ein mageres 1:1 auf der Anzeigetafel. Das soll dieses Mal anders werden. „Ich gehe davon aus, dass Kutsche oder ich ein Tor schießen werden“, meinte Frahn.

Alle Feldspieler sind fit

Trainer Alexander Zorniger warnte vor Überheblichkeit. Zwar stehe Cottbus in der Tabelle nicht besonders gut da, die Ergebnisse seien aber stets knapp gewesen. Cottbus habe schon Qualität. „Wir müssen das Spiel im Kopf richtig angehen“, forderte der Coach.

Im Training geben seine Spieler jedenfalls ordentlich Gas. Und Zorniger befindet sich in der komfortablen Situation, mit allen Feldspielern üben zu können. „Seit drei Wochen sind bis auf unsere beiden verletzten Torhüter alle dabei“, berichtet er. Das spreche vor allem für die Arbeit der Physiotherapeuten und von Athletiktrainer Tim Lobinger. Für Zorniger heißt das aber auch, er muss wieder fünf Profis vor jedem Spiel aus dem Kader streichen.

Die Mannschaft befindet sich nach dem 4:1 in Magdeburg im Hoch. „Danach haben uns in Leipzig sogar Autofahrer zugehupt“, freut sich Kutschke. Und Kollege Frahn meint: „Die Leute identifizieren sich langsam mit dem Verein und kommen gern zu RB.“

Der Kapitän glänzte beim FCM vor allem als dreifacher Vorlagengeber. „Ich bin nicht eingeschnappt, wenn ein anderer trifft“, sagt er und sieht darin auch einen entscheidenden Unterschied zum vergangenen Jahr. Leipzig sei jetzt eine geschlossene Truppe, wo die Spieler auf der Bank auch den Kollegen auf dem Platz etwas gönnen.

Zorniger bremst Röttger

Zumindest Timo Röttger hat sich mit seiner Reservistenrolle nicht abgefunden. Nach seinen beiden Treffern in der Elbestadt machte er im Spielfeldinterview gleich Ansprüche auf einen Platz in der Startelf geltend. Zorniger gefällt das gar nicht.

„Timo wird als Spieler bezahlt, nicht als Trainer“, erklärt er. Mit anderen Worten, die Mannschaft stellt immer noch der Coach auf. Und der sieht bei Röttger noch athletische Defizite. Mit Sebastian Heidinger, Hendrik Ernst und Bastian Schulz sei die Konkurrenz auf der Position groß. Zorniger sagt aber auch: „Ich habe Timo zum stellvertretenden Kapitän bestimmt und da soll er nicht 28 Spiele auf der Bank sitzen.“ Er habe mit dem Kreativspezialisten noch einiges vor.

Sollte RB am Freitag gewinnen, Jena nur Unentschieden spielen und Zwickau verlieren, wäre die Herbstmeisterschaft bereits perfekt. Wenn nicht, wollen die Bullen in der Woche darauf beim Verfolger aus Westsachsen jubeln. Die Vorzeichen stehen günstig: Durch eine Verlegung der Partie von Freitagabend auf Sonnabendmittag müssen die Rasenballer nicht, wie bei den Pokalpleiten in Zwickau, unter Flutlicht antreten.

Matthias Roth

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