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Neue Räumlichkeiten im IAT: Gut angelegtes Geld für Gold-Mission

Neue Räumlichkeiten im IAT: Gut angelegtes Geld für Gold-Mission

Diese Großbaustelle wurde beispielhaft flugs fertig. Gestern feierte das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) an der Leipziger Marschnerstraße mit zahlreichen Gästen aus Politik und Spitzensport die Einweihung des neuen Funktionsergänzungsbaus.

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Perfekter Schnitt: Innenminister Markus Ulbig wird bei der Eröffnung des neuen IAT-Anbaus assistiert von sächsischen Champions, Instituts-Direktor Arndt Pfützner (l.) und Christoph Bergner als Vertreter des Bundes freuen sich über die perfekten Bedingungen in der Forschungseinrichtung des deutschen Sports. Fotos: Wolfgang Zeyen

Quelle: Wolfgang Zeyen

Richtfest war im Vorjahres-September. Die Baukosten in Höhe von 3,94 Millionen Euro wurden zu 70 Prozent vom Bund getragen, die Restsumme steuerte das Land bei.

Die Lage war kipplig. Weltklasse-Ruderin Annekatrin Thiele vom SC DHfK ließ sich zwar gern auf das Experiment im Kanu-Ergometer ein, doch nach der Testfahrt erklärte die 28-Jährige zweifache olympische Silbermedaillengewinnerin: "Ich bleibe meinem Boot treu." Weitere Spitzenathleten tauschten in lockerer Atmosphäre ihre angestammten Plätze, um sich einmal in ungewohnter Position auszuprobieren. Interessiert schauten ihnen dabei Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, und Sachsens Innenminister Markus Ulbig über die Schultern.

Kurz vor der Demo-Übung hatte IAT-Direktor Arndt Pfützner das neue Schmuckstück offiziell freigegeben. "Fünf, vier, drei, zwei, eins, Schnitt", zählte er den Countdown am weiß-grünen Band herunter. Mehr als 1300 Quadratmeter zusätzliche Fläche steht nunmehr zur Verfügung, um Forschung für den Leistungssport auf höchstem Niveau zu betreiben. Kernstück ist das erweiterte Ergometriezentrum im Erdgeschoss. Hier warten Ruder-, Kanu- und Radergometer sowie das neue Schießlabor auf die sportlichen Nutznießer vom hoffnungsvollen Nachwuchs bis hin zum Top-Athleten. "Vorher waren die Räumlichkeiten sehr beengt. Jetzt können unsere Athleten unter optimalen Bedingungen trainieren", freute sich der Leipziger Kanu-Bundestrainer Kay Vesely über das vorzügliche Betreuungsangebot. Es wird auch wärmstens zur Benutzung empfohlen, wenn draußen mal wieder Winter ist und die Wasserwege zugefroren sind.

"Für unsere Forschung brauchen wir reduzierbare Untersuchungsbedingungen, die möglichst nah an der Wettkampfsituation sind", sagte Fachbereichsleiter Ausdauer Jürgen Wick. Der Erfolg gibt den Experten recht und den Athleten eine perfekte Betreuung auf ihrem schwierigen Weg. "Die Leistungsdiagnostik ist immens wichtig und hilft uns sehr bei der Trainingsarbeit", weiß Martin Schulz (23). Der Triathlet vom SC DHfK und BVL holt unlängst in London bei den Para-Weltmeisterschaften die Goldmedaille.

Im Kampf der Nationen entscheidet jedes Detail über Jubel und Scheitern. "Mit dem IAT haben wir einen zuverlässigen Partner, und unser zur Verfügung gestelltes Geld ist gut angelegtes Geld", betonte Innenminister Ulbig. Die Gold-Mission Rio 2016 ist längst angelaufen. Dabei funktioniere das Zusammenspiel zwischen Bund und Land laut Aussage von Martin Engelhardt immer besser. "In der Vergangenheit war es nicht immer leicht, diese Partner zusammenzubringen", so der Vorsitzende des Trägervereins. Der Dank war also vielen gewiss, den Euro-Gebern ebenso wie den beteiligten Firmen und nicht zuletzt den ITA-Mitarbeitern.

Am Feiertag hatte Ruder-Erfolgstrainerin Angelika Noack (60) nichts Gutes zu berichten. In der Nacht zum Sonntag hatten Langfinger im Stützpunkt Burghausen drei Bootsmotoren gestohlen. Die Polizei ermittelt, die Versicherung zahlt (Zeitwert), aber der Trainingsbetrieb ist momentan gestört. Alles wieder im Lot ist hoffentlich am 15. November, wenn der Innenminister und damit oberste Polizist im Freistaat zur Eröffnung des neuen Bootshauses ins Sparkassen-Ruderzentrum kommt.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2013

Kerstin Förster

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