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Neuer Trainer bei Energie Cottbus: Bommer übernimmt von Wollitz

Neuer Trainer bei Energie Cottbus: Bommer übernimmt von Wollitz

Besser hätte FCE-Präsident Ulrich Lepsch die 22 Stunden nicht zusammenfassen können: „Das Fußballgeschäft ist schnelllebig.“ Als der Chef des Zweitligisten Energie Cottbus am Freitagmittag den neuen Trainer Rudi Bommer vorstellte, war die Trennung von Vorgänger Claus-Dieter Wollitz einen knappen Tag alt.

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Rudi Bommer übernimmt Ernergie Cottbus.

Quelle: dpa

Cottbus/Berlin. Nach dem für die Vereinsführung offenkundig nicht überraschenden Aus des extrovertierten Coaches wurde man schnell fündig: Der 54 Jahre alte Bommer wird die ambitionierten Lausitzer im Januar übernehmen, er erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2013. „Wir hoffen, dass er die kontinuierliche Arbeit von Pele Wollitz fortsetzt“, betonte Lepsch.

Der frühere Nationalspieler Bommer trainiert derzeit noch den Drittligisten Wacker Burghausen, löste seinen Vertrag in Bayern aber auf. Eine Ausstiegsklausel ermöglicht den Wechsel. „Er betrachtet unsere Mannschaft und uns als Verein als große Herausforderung, brauchte deshalb keine Bedenkzeit“, erzählte der Cottbuser Präsident. Am Vormittag hätten Energie und der Trainer letzte Details geklärt.

Im Spiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) in Dresden wird Interimscoach Markus Feldhoff sein Debüt geben. Die Aufgabe hat es in sich: Neben Torwart Thorsten Kirschbaum, der wegen eines Muskelfaserrisses in der Hüfte ausfällt, fehlt auch Christopher Schorch. Dem Verteidiger droht wegen einer Knie-OP eine monatelange Pause. Dafür kehrt Ivica Banovic ins defensive Mittelfeld der Lausitzer zurück. „Das ist ein Duell auf Augenhöhe“, meinte Feldhoff - beide Teams hätte zuletzt geschwächelt. Dynamo-Trainer Ralf Loose warnte vor den Gästen: „Sie sind gespickt mit Spielern, die nicht billig sind und gute Qualität haben.“

In Cottbus sind sie indes von der Klasse Bommers überzeugt, der das Team aus dem Mittelfeld in höhere Tabellenregionen hieven soll. Einen „gleichermaßen erfahrenen wie ambitionierten Fußballlehrer“ sieht Energie in dem Aschaffenburger, der 417 Mal in der Bundesliga auf dem Platz stand und sechsmal das Nationaltrikot trug. Als Coach erlebte Bommer mit Burghausen, 1860 München und Duisburg die 2. Liga. 2007 gelang ihm mit dem MSV sogar der Aufstieg in die Bundesliga, in der sich die „Zebras“ aber nur ein Jahr lang hielten.

Dem neuen Übungsleiter soll künftig auch ein Sportdirektor zur Seite stehen - an ebenjener Doppelbelastung war Wollitz gescheitert. Medienberichten zufolge gilt der frühere Profi Christian Beeck als Kandidat. Lepsch hofft noch im Dezember auf eine Entscheidung, sagte am Freitag aber: „Wir wollen auf der Treppe nicht immer zwei Stufen auf einmal nehmen.“ Die Trainersuche hatte absolute Priorität.

Wollitz hatte sich aus privaten Gründen und wegen Erfolglosigkeit zum Rückzug entschlossen. Energie galt im Sommer als Aufstiegs-Kandidat, rangiert nach der Hinrunde aber im Mittelfeld der Tabelle (9. Platz). Seinem Nachfolger hatte der 46-Jährige gewünscht, „dass der Verein wieder in das Fahrwasser kommt, wo er hingehört, denn die Perspektive und das Fundament des FC Energie sind sehr gut“.

Wollitz wird bereits als neuer Coach bei seinem ehemaligen Verein VfL Osnabrück gehandelt. „Wir bemühen uns sehr um eine Rückkehr von Wollitz“, sagte VfL-Präsident Dirk Rasch am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Mit Wollitz habe er bereits „ein sehr, sehr gutes Gespräch“ geführt. „Ich gehe davon aus, dass am Montag alles über die Bühne geht“, ergänzte Rasch. 

Manuel Schwarz und Wolfgang von der Burg

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