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Neugewonnenes Selbstbewusstsein: SCM will mit gesundem Maß zurück in die Handball-Elite

Neugewonnenes Selbstbewusstsein: SCM will mit gesundem Maß zurück in die Handball-Elite

Vor zehn Jahren erster deutscher Champions-League-Sieger, fünf Jahre später unmittelbar vor dem Ruin: Handball-Bundesligist SC Magdeburg hat innerhalb eines Jahrzehnts alle Höhen und Tiefen erlebt und aus den Fehlern gelernt.

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Der Magdeburger Trainer Frank Carstens will sich mit seinem Team wieder in der Handball-Elite etablieren.

Quelle: Jens Wolf

Magdeburg. Maßhalten heißt seit dem Umbruch 2010 die Devise - auch in der neuen Saison 2012/2013, um den Aufschwung fortzusetzen und wieder in der deutschen Spitze sowie auf internationalem Terrain für Furore zu sorgen.

Bereits vergangene Spielzeit erntete der SCM die ersten Früchte seiner vor zwei Jahren neu eingeschlagenen Vereinsphilosophie, belegte überraschend Platz sechs. Und sicherte sich damit einen Startplatz im Europacup. „Ich denke, dass die Basis für den Erfolg trotz der Krise in Magdeburg immer vorhanden war“, sagt Marc-Hendrik Schmedt. Der Manager steht mit für den wieder gewonnenen Erfolg. Denn wirtschaftlich hat Schmedt den Traditionsclub auf gesunde Füße gestellt und den ursprünglichen Schuldenberg „von 1,2 Millionen bis Sommer diesen Jahres auf 400.000 Euro gedrückt“, erzählt er stolz.

Herausfordernde Ziele

Auf einem finanziell solideren Boden stehend und mit dem sportlichen Erfolg im Rücken ist auch das Selbstbewusstsein zurückgekehrt. „Es bringt ja nix, nur zu verteidigen, was man schon hat. Wir wollen uns weiter entwickeln und dementsprechend herausfordernde Ziele setzen“, erklärt Coach Frank Carstens, der seine Mannschaft am Ende der Saison mindestens auf Platz fünf wiederfinden möchte.

Dabei setzt der Club auf ein eingespieltes Team. Denn obwohl der Etat trotz des weiter anhaltenden Konsolidierungskurses im Vergleich zum Vorjahr um 200.000 Euro auf 4,2 Millionen aufgestockt werden konnte, gibt es mit Moritz Schäpsmeier und Stefan Kneer (beide TV Großwallstadt) lediglich zwei Neuzugänge. „Wir brauchten nicht viel machen. Wir haben eine gute Mannschaft. Es ging uns lediglich darum, die Rekonvaleszenten auf den Halbpositionen abzusichern“, sagt Carstens. Sein Team gewann am Donnerstagabend das traditionelle Saisoneröffnungs-Spiel gegen den Schweizer Meister und Champions-League-Teilnehmer Kadetten Schaffhausen mit 31:23 (14:10) Doch anderthalb Wochen vor dem Bundesliga-Start sah Carstens nur eine mittelmäßige Leistung seiner Spieler.

Rekord beim Dauerkarten-Verkauf

Um sich jedoch am Ende tatsächlich mit den Füchsen Berlin oder dem TBV Lemgo messen zu können und den Halbfinal-Einzug im Europacup zu wiederholen, fordert der 40-Jährige „drei bis vier gute Spielsysteme, wo dann wirklich Schlüsselpositionen ausgetauscht werden können.“ Genau da liege der Vorteil mit den getätigten Neuverpflichtungen: „Beide sind von Großwallstadt ein ähnliches Spielsystem gewohnt wie wir es praktizieren - sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Deshalb erwarten wir keine großen Schwierigkeiten in der Integrierung“, meint Carstens.

Mit kleinen Schritten kämpft sich der SCM zurück in die Handball-Elite. Zumindest vereinsintern hat der Club bereits einen Rekord hingelegt. Über 3000 abgesetzte Dauerkarten sprechen für das aufpolierte Image. „Das Interesse ist da. Der SCM steht für die ganzen neuen Bundesländer. Der Club ist ein Leuchtturm, wie es vielleicht Dynamo Dresden oder die Eisbären Berlin sind“, meint Manager Schmedt. An dem wieder gewonnen Status, würde der Club kräftig weiter arbeiten. (dpa)

Anne Kunze

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