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Neuzugänge im Leichtathletikzentrum - LAZ Leipzig auf dem Weg zur Sprinter-Hochburg

Neuzugänge im Leichtathletikzentrum - LAZ Leipzig auf dem Weg zur Sprinter-Hochburg

Ein Großteil der deutschen Hürden-Elite fühlt sich schon seit Jahren in Leipzig wohl. Nun ziehen die Flachsprinter nach. Das hiesige Leichtathletikzentrum (LAZ) präsentierte am Donnerstag die Neuzugänge Martin Keller aus Chemnitz und Roy Schmidt aus Jena.

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Neuzugänge beim LAZ: Cheftrainer Sprint/Hürden Ronald Stein (Mitte) mit den Athleten Martin Keller (links) und Roy Schmidt.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Mit ihnen wechselt Sprint-Bundestrainer Ronald Stein aus Chemnitz an die Pleiße.

Juliane Stolle, Thomas Blaschek und Peter Sack zierten bei der gestrigen Pressekonferenz die etwas veraltete Sponsoren-Wand des LAZ. Das Trio hat in den vergangenen 24 Monaten seine Karriere beendet. Eine neue Athleten-Generation schickt sich an, in und für Leipzig Leichtathletik-Geschichte zu schreiben. Die Chancen stehen gut, dass 2012 in London erstmals seit der Wende wieder die Leichtathletik als Königin Olympias die meisten Teilnehmer der Region stellt. Von drei bis vier London-Startern war gestern die Rede, nachdem zuletzt Kugelstoßer Peter Sack in Athen und Peking als Alleinunterhalter im olympischen Ring stand.

Aussichtsreiche Kandidaten gibt es einige: Die Hürdensprinter Cindy Roleder, Alexander John und Erik Balnuweit erfüllten in diesem Jahr bereits die Olympia-Norm, müssen dies ab Frühjahr "nur" wiederholen. Martin Keller, der eine Wadenverletzung vom Sommer auskuriert hat, stand in Peking mit der Sprintstaffel bereits im Olympia-Finale. Und seinem Speerwerfer Tino Häber, WM-Teilnehmer von Berlin, traut LAZ-Geschäftsführer Knut Iwan ebenfalls zu, an sein bislang bestes Jahr 2009 anzuknüpfen.

Mit dem nach langer Verletzung im Aufbautraining befindlichen Jens Werrmann (LAZ) und dem für Wattenscheid startenden Willi Mathiszik hat das Hürdenteam des Bundesstützpunktes zwei weitere Eisen im Feuer. Der Staffel-Junioren-Europameister Roy Schmidt dagegen ist erst 20 und hat bis 2016 Zeit zum Reifen.

Trainer Stein sowie seine beiden Flachsprinter sprachen gestern von optimalen Bedingungen in Leipzig, gaben auf Nachfrage jedoch zu, dass rund zehn Prozent zum Optimum fehlen. Damit war das leidige Thema Arena gemeint, deren moderne 200-m-Rundbahn in der bevorstehenden Hallensaison nur drei Wochen zur Verfügung steht.

Für den anderen dicken Minuspunkt können die Stadtväter ausnahmsweise mal nichts: Die sibirische Kälte hierzulande. Deshalb verschwindet Ronald Stein mit seinen Athleten kommende Woche sowie Mitte Januar bereits zum zweiten und dritten Mal in dieser Saison nach Teneriffa. Dies sei zwar kostenintensiv, mit Hilfe vieler Partner aber im Olympiajahr finanzierbar. Das Wetter sei in jedem Falle stabiler als in Portugal. Die Vorteile der Kanaren gegenüber Südafrika: Die Flugzeit von viereinhalb Stunden befinde sich im Rahmen, die Kosten würden nicht ganz so stark explodieren.

Ronald Stein arbeitet in Leipzig eng mit Hürdentrainer Jan May zusammen. Vor allem sollen die Athleten der Bereiche Sprint und Hürde voneinander profitieren. Dies bestätigt Martin Keller, der im Kraftraum Woche für Woche einen im positiven Sinne verrückten Alexander John erlebt und diesen mit den Worten adelt: "Er ist für mich der athletischste Mensch der Welt." Solche Muckis spornen an.

Umgekehrt nehmen sich die LAZ-Hürdensprinter ein Beispiel an dem Blondschopf, wenn dieser aus dem Startblock schnellt und von 0 auf 100 beschleunigt. Erste Fortschritte könnten bereits im Februar in der Hallensaison zu sehen sein. Frank Schober

Stützpunkttrainer Ronald Stein mit den LAZ-Neuzugängen Martin Keller (l.) und Roy Schmidt (r.). Foto: Christian Nitsche

Frank Schober

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