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Niersbach gratuliert Dynamo Dresden und appelliert an den Verein

Niersbach gratuliert Dynamo Dresden und appelliert an den Verein

Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat Zweitligist SG Dynamo Dresden am Sonntag beim 60-jährigen Vereinsjubiläum als „ganz besonderen Verein“ gewürdigt.

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Quelle: dpa

Dresden. Auf der Matinée im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden fand er neben den Glückwünschen aber auch mahnende Worte hinsichtlich des Vorgehens gegen den Pokalausschluss.

„Rein sportlich wünsche ich Dynamo, dass sie sich in der 2. Liga etablieren, auch wenn ich als DFB-Präsident auf meine Neutralität hinweisen muss. Gerade die Festveranstaltung heute hat gezeigt, welch hohen Stellenwert der Fußball in Dresden hat. Es ist ein Verein, der gelebt wird und große Tradition hat, das spürt man bis in die Gegenwart hinein. Die SG Dynamo ist wirklich ein ganz spezieller, besonderer Verein“, sagte Niersbach am Sonntag.

Allerdings warnte er den Club und alle weiteren Profiteams davor, alle rechtlichen Instanzen auszuschöpfen. Dresden geht momentan gegen den Pokalausschluss für die kommende Saison vor dem Ständigen Schiedsgericht vor. „Das ist absolut berechtigt, den Schritt zu gehen. Es hat den Stellenwert eines ordentliches Gerichtes. Ich gehe davon aus, dass wir in der erste Maihälfte eine Entscheidung bekommen werden. Wir brauchen aber Schiedsrichter auf dem Platz für schnelle Entscheidungen. Für alles andere haben wir die Sportgerichtsbarkeit und an der ist kein Vorbeikommen“, machte der 62-Jährige klar.

Niersbach verteidige zudem das DFB-Sportgericht. „Das sind keine Freizeitjuristen, die sich nach Feierabend einschließen und solche Urteile fällen“, sagte der Präsident. Anschließend appellierte er erneut an die Vereine, die Sportgerichtsbarkeit anzuerkennen und von weitergehenden Schritten abzusehen. „Wenn nach den Vorfällen im Relegationsspiel Düsseldorf gegen Hertha BSC jemand vor ein ordentlichen Gericht gezogen wäre, wüssten wir heute, ein Jahr später, immer noch nicht, ob alles gilt, was gespielt worden ist oder es noch weitere Einsprüche gibt“, meinte Niersbach.Allerdings lobte er Dresden für seine Bemühungen, die Gewalt einzudämmen und Randalierer auszugrenzen.

„Ich nehme die klare Erkenntnis mit, dass in Dresden an einem Strang gezogen wird. Die Stadt, der Verein, das Land Sachsen und die Fanprojekte arbeiten zusammen. Ich spüre hier den starken Willen, die Minderheit an Chaoten, auszugrenzen. Hier für Dresden gilt das, was für die ganze Fußball-Landschaft gilt, dass 99 Prozent aller Fußballfans positiv sind. Es kann einfach nicht sein, dass die Chaoten den Fußball für ihre Untaten missbrauchen“, erklärte der oberste DFB-Funktionär.Auf der rund dreieinhalbstündigen Veranstaltung feierten 500 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport.

Neben Niersbach waren der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Andreas Rettig, der Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), Rainer Milkoreit und Harald Strutz, der Vizepräsident des Ligaverbandes, anwesend. Ehemalige Spieler des Vereins sowie das aktuelle Profiteam folgten auch dem Programm. „Insgesamt war es eine höchst niveauvolle und würdige Veranstaltung. Ich persönlich habe mich über das Wiedersehen mit Dixie Dörner, Reinhard Häfner und Klaus Sammer“, umschrieb Niersbach seine persönlichen Eindrücke.

dpa

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