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Oberhof bewirbt sich um Biathlon-WM - Ereignis soll Attraktivität des Standorts steigern

Oberhof bewirbt sich um Biathlon-WM - Ereignis soll Attraktivität des Standorts steigern

Mit der Bewerbung für die Biathlon-Weltmeisterschaft 2020 oder 2021 will Oberhof seinen Platz als Wintersport-Zentrum sichern. Die Thüringer Sportministerin Heike Taubert (SPD) und Heiko Krause, Vizepräsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), starteten am Freitag am Rande des Weltcups die WM-Kampagne.

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Oberhof will wieder eine Biathlon-Weltmeisterschaft ausrichten. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Oberhof. Sie ließen keinen Zweifel daran, dass sowohl der Freistaat als auch der DSV die Pläne für eine zweite Biathlon-WM am Grenzadler voll unterstützt. „Die Landesregierung hat bereits 2010 ein Konzept für die Entwicklung Oberhofs als touristisches Zentrum sowie für die Entwicklung des Ortes als unser Wintersportzentrum beschlossen, ohne Wenn und Aber“, sagte Taubert.

Krause bekräftigte: „Auch der Skiverband will die Rolle Oberhofs als Säule hochkarätiger Wettbewerbe stärken.“ Dass der DSV nicht nur an die Skijagd denkt, unterstrich er zudem mit der Mitteilung, dass Oberhof entgegen der bisherigen Pläne auch in der kommenden Saison Startort des Tour de Ski bleiben soll, wahrscheinlich am ersten Januar-Wochenende 2015.

Auch dafür wurden oder werden in das Areal am Grenzadler bis Herbst 2014 sieben der 20 vom Freistaat für Oberhof eingeplanten Millionen Euro verwendet. Als letztes der aktuellen Vorhaben soll bis zu den diesjährigen nationalen Titelkämpfen der Biathleten das bisher nur rohbaufertige Multifunktionsgebäude übergeben werden. Über die voraussichtlichen Kosten der Weiterentwicklung der Arena konnten weder Taubert noch Sabine Reuß, die Präsidentin des Thüringer Skiverbandes, Angaben machen.

„Das wissen wir, wenn im Februar eine rund 70.000 Euro teure Machbarkeitsstudie des Planungsbüros „ebo concept“ aus dem thüringischen Unterbreizbach vorliegt“, sagte Reuß. Die Firma hat bereits den Beschneiungsteich und den Bau der neuen Versorgungsleitungen in der Arena verantwortet. Für die Studie übergab die Sportministerin einen Scheck über 50.000 Euro als Landesbeteiligung. „Diese passgenaue Studie ist auch wichtig für unsere Haushaltsplanung der kommenden Jahre“, erklärte sie.

Weil sich Biathlon-Großveranstaltungen seit der WM 2004 in Oberhof zu Events weit über den reinen Sport hinaus entwickelt haben, ist die bauliche Weiterentwicklung für die Bewerbung und die weitere Sicherung als Weltcup-Standort unumgänglich. „Damals war unser Stadion das modernste der Welt. Inzwischen haben zahlreiche internationale Mitbewerber Anlagen gebaut, mit denen wir nicht mehr mithalten können“, sagte Reuß. „Entweder wir gehen die Entwicklung der Arena mit, oder wir bekommen keine Weltcups mehr, die wir bis 2018 sicher haben“, zeigte Reuß die Möglichkeiten auf. Der Weltcup sei aber lebenswichtig für den Skisport der Region.

Der Wintersportförderverein als Veranstalter der Wettkämpfe finanziert sich aus den Erlösen von den Saisonhöhepunkten. Seit über zehn Jahren hat er dafür keinen Euro Förderung erhalten, aber viel Geld in die Nachwuchsentwicklung der Skidisziplinen am Rennsteig gepumpt. Nutznießer ist die gesamte Region. Ein Weltcup spült fast 30 Millionen Euro in die Kassen der Tourismuswirtschaft. „So gesehen waren die acht Millionen Euro zum Bau der WM-Arena 2004 eine sehr lukrative Sache“, meint Ralf Luther, der Präsident des Fördervereins und ehemalige Landrat des Kreises Schmalkalden-Meiningen, zu dem Oberhof gehört.

Uwe Jentzsch, dpa

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