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Olympia in Hamburg: Kanupark Markkleeberg jetzt Teil des Konzeptes

Bewerbung für 2024 Olympia in Hamburg: Kanupark Markkleeberg jetzt Teil des Konzeptes

Im Kanupark Markkleeberg könnten bei den Olympischen Spielen 2024 die Kanuwettbewerbe ausgetragen werden, falls Hamburg den Zuschlag bekommt. Darauf hat sich jetzt der DOSB geeinigt.

Internationales Flair bei der Kanu-EM dieses Jahr in Markkleeberg. Hier könnten 2024 auch die Olympischen Wettkämpfe stattfinden.
 

Quelle: Christian Modla

Hamburg/Leipzig.  Der deutsche Olympiabewerber Hamburg geht nun doch mit Markkleeberg als Partner und Austragungsort für Kanuslalom ins internationale Rennen. Das gab Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), am Mittwochabend in der Hansestadt bekannt. Demnach fiel für die Bewerbung um die Sommerspiele 2024 am Mittwoch die Entscheidung für weitere Sportstätten: Kanuslalom soll in Markkleeberg bei Leipzig stattfinden, so Hörmann.

Die Wahl des sächsischen Standorts, der in diesem Frühjahr erstmals EM-Gastgeber war, habe in erster Linie mit einer Kostenreduzierung zu tun. Während der nationalen Bewerbungsphase war nur der unterlegene Kontrahent Berlin mit dem Kanupark Markkleeberg ins Rennen gegangen, Hamburg hatte bis vor wenigen Tagen einen neuen Kanal im Norden der Republik favorisiert.

Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), bestätigte gegenüber der LVZ die neue Entwicklung. „Bislang gibt es in der Hamburger Region keinen Investor und Betreiber einer Slalomanlage. Es gibt noch die Hintertür, wenn sich einer finden sollte“, sagte der DKV-Chef: „Für unsere Sportart wäre ein Standort im Norden sicher gut. Andererseits fehlt uns dort die Tradition im Kanuslalom, zudem müsste die Nachnutzung gesichert sein. Für die Sportart Kanuslalom in der Region Leipzig würde die Bewerbung mit Markkleeberg natürlich einen weiteren Schub bringen. Die Entscheidung des DOSB ist mit der Agenda 2020 des IOC sehr gut vereinbar. Und die drei Stunden zwischen Hamburg und Leipzig sind keine zu weite Entfernung.“

Paddler im Kanupark

Paddler im Kanupark.

Quelle: Kempner

Benzien: „Kanupark könnte endgültig zur Nummer eines werden“

Konietzko bezeichnete den Kanupark Markkleeberg ebenso wie Weltmeister Jan Benzien (Leipziger Kanuclub) als olympiatauglich. Benzien ergänzte: „In Markkleeberg muss sich noch die Infrastruktur verbessern, wenn ich nur an mehr Platz für die Sportler und soziale Gebäude oder an schnelles Internet denke. Olympia könnte dazu beitragen, dass der Kanupark im Wettbewerb mit Augsburg endgültig zur Nummer eins in Deutschland wird.“ Nach LVZ-Informationen besuchte am Mittwoch ein Vertreter der Hamburger Bewerbergesellschaft die Stadt Markkleeberg, um Details zu erörtern. Über die Hamburger Bewerbung ist jedoch noch nicht endgültig entschieden. Am 29. November werden die Bürger in einem Referendum befragt.

Der Großteil der Wettbewerbe soll in Hamburg im engen Radius um eine Elbinsel ausgetragen werden. Golf werde auf Gut Kaden nahe Hamburg gespielt, sagte Hörmann. Ob die Schieß-Konkurrenzen in Garlstorf (Niedersachsen) ausgetragen werden, sei allerdings noch offen. Zu dem Finanzbericht, den die Stadt heute veröffentlichen will, sagte Hörmann: „Es wird nicht nur eine Zahl sein, es werden zahlreiche.“ Sie sollen Aufschluss darüber geben, was die Spiele kosten würden. Hörmann nahm an einem Forum der Initiative „Feuer&Flamme“ zu den geplanten Spielen teil, bei dem Sportler, Funktionäre und Journalisten die Facetten des Mega-Ereignisses kontrovers erörterten.

Von Frank Schober

Markkleeberg, Kanupark 51.257443 12.426507
Markkleeberg, Kanupark
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