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Olympiasieger Beyer lobt Weltmeister Storl vom SC DHfK Leipzig: „Hat die 23 Meter drauf“

Olympiasieger Beyer lobt Weltmeister Storl vom SC DHfK Leipzig: „Hat die 23 Meter drauf“

Olympiasieger Udo Beyer war schwer beeindruckt und nickte zufrieden wie ein stolzer Vater. Kugelstoß-Weltmeister David Storl vom SC DHfK Leipzig hatte gerade seine Superserie mit 21,72 Metern gekrönt und sich nach einem Nachtflug aus Doha bei den Halleschen Werfertagen sogar noch einmal gesteigert.

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Kugelstoßer David Storl gewann auch das Meeting in Halle/Saale.

Quelle: Valdrin Xhemaj

Halle/Saale. Der 24-Jährige feierte den zweiten Sieg in knapp 24 Stunden - und den besten Saisonstart seiner Karriere. „Der Junge hat es eben drauf. Maximal drei Wochen noch - dann fallen die 22 Meter. Und in diesem Jahr traue ich David 22,35 Meter zu“,  prophezeite Beyer.

Der 59 Jahre alte Potsdamer war am Samstag als Edelfan von Storl aus Potsdam in die Saalestadt gekommen. Beyer war 1976 in Montreal Olympiasieger, er hielt auch mal den Weltrekord. Und er ist fest davon überzeugt: Beides kann auch Storl schaffen. „David hat die 23 Meter drauf. Er hat noch viel Luft. Jetzt ist er 24, da kann er bis 35 noch elf Jahre lang üben und stoßen“, sagte Beyer.

Storl gewann knapp 24 Stunden nach seinem Sieg beim Diamond-League-Meeting in Doha auch in Halle: Im fünften Versuch krönt er seine Super-Serie mit 21,72 Metern. Seine persönliche Bestleistung steht bei 21,97, zum 25 Jahre alten Weltrekord des Amerikaners Randy Barnes (23,12) fehlt indes noch gut ein Meter. 

In diesen Sphären schwebt Storl noch nicht einmal in Gedanken. Der zweimalige Weltmeister vom SC DHfK Leipzig freut sich nach dem Heimspiel über den besten Saisonstart seiner Karriere. Langsam, aber sicher nähert sich der Schützling von Trainer Sven Lang den 22 Metern. „Klar, im Training habe ich das schon geschafft. Das ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Ich will die 22 aber nicht auf Biegen und Brechen, sondern mit einem technisch sauberen Stoß“, versichert er.

Harting-Bruder trimphiert

Auf der Nebenanlage überschlägt sich die Stimme des Sprechers fast, als der Diskus von Christoph Harting bei 67,93 Metern einschlägt. Zweiter Sieg in einer Woche, Jahresweltbestleistung um 40 Zentimeter gesteigert. Inmitten der Fans fast versteckt, spendet auch der Olympiasieger Beifall. Noch ist es keine „family affair“ im Ring, denn Christoph wirft, und Robert Harting schaut nur zu. 

Um fast drei Meter hat Harting jr. seine persönliche Bestleistung (2013: 64,99 Meter) im WM-Jahr gesteigert. Auf eine entsprechende Frage des Sprechers reagierte der 25-Jährige gereizt: „Ich hab’ ein bisschen trainiert, oder?“, sagte der Polizeimeister. In Wiesbaden gewann er mit 67,53 Metern, in Halle mit 67,93. „Es fängt an, gut zu laufen“, meinte Christoph Harting. „Wir haben im letzten Jahr fast alles umgestellt, die Technik, ich habe einen neuen Trainer. Das frisst natürlich Energie“, erklärte der Sieger. „Und da kann man nach einem Jahr doch mal den Lorbeer ernten.“ 

Von wegen „kleiner Bruder“ - mit 2,07 Metern ist der Junior noch sechs Zentimeter größer als Robert, der die Zwei-Kilo-Scheibe allerdings schon 70,66 Meter weit geschleudert hat. 2015 könnte nun das Jahr des Christoph Harting werden, sein Bruder schwitzt derzeit noch im Aufbautraining. Den Zeitpunkt seines Comebacks nach Achillessehnen-Operation und Reha hat der 30 Jahre alte Berliner bisher offen gelassen.

Erfolge für DHfK-Frauen

Mit guten Leistungen konnten auch die DHfK-Kugelstoßerinnen glänzen. Josephine Terlecki schaffte es mit einem 17,43-Stoß auf den zweiten Platz und musste nur der starken Polin Paulina Guba (17,71 m) den Vortritt lassen.

Diskus-Ass Nadine Müller zeigte sich nach ihrem Auftritt bei der Diamond League in Doha ebenfalls in guter Verfassung: "Der Wettkampfmarathon war eine interessante Erfahrung. Mit der Weite kann ich gut leben.“ Hinter Julia Fischer (63,59 m) und Anna Rüh (62,53 m) belegte sie mit 62,50 m den Bronze-Rang. "Es freut mich, dass wir in Deutschland eine so enge Leistungsdichte aufweisen. Heute hat Julia gewonnen. Das nächste Mal bin ich wieder an der Reihe.", schätze die 29-Jährige den Wettkampf ein.

Ralf Jarkowski/lvz

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